Politik | Ausland
05.07.2018

Atomdeal: Rohani zeigt sich unzufrieden mit EU-Angebot

Erfülle iranische Forderungen nicht. Präsident sieht aber Außenministertreffen am Freitag hoffnungsfroh entgegen.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat sich unzufrieden mit einem EU-Angebot zur Rettung des nach dem US-Ausstieg wackelnden Atomdeals gezeigt. Das von den Europäern vorgelegte Paket mit Wirtschaftsmaßnahmen gehe nicht weit genug, sagte Rouhani am Donnerstag nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in einem Telefonat.

"Das von Europa vorgeschlagene Paket ... erfüllt nicht alle unsere Forderungen", wurde Rouhani zitiert. Der iranische Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass die Differenzen bei einem Treffen der Außenminister der fünf verbliebenen Vertragsparteien am morgigen Freitag in Wien überwunden werden können.

Rouhani hatte sich erst am Mittwoch bei einem Besuch in Wien zu dem Atomdeal bekannt, aber nur unter der Voraussetzung, dass der Iran wirtschaftlich von ihm profitieren könne. Durch US-Sanktionen könnten sich zahlreiche europäische Unternehmen für einen Rückzug aus dem Iran entschieden.