Wird Angela Merkel Deutschlands nächste Bundespräsidentin?
Losgetreten wurden die Spekulationen mit einem Bericht der Bild-Zeitung: In CDU-Kreisen soll das Gerücht umgehen, Angela Merkel könnte für die deutsche Bundespräsidentenwahl 2027 vorgeschlagen werden – und zwar von den Grünen. Dies wäre allerdings eine Premiere in Deutschland, denn kein Bundeskanzler hat nach seiner Amtszeit das Amt des Bundespräsidenten bekleidet, wie der Tagesspiegel berichtet.
Anfang 2027 wird die Bundesversammlung über eine Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden – ob es ein weibliches Staatsoberhaupt sein wird, ist noch offen. Klar ist allerdings, dass es Angela Merkel nicht sein wird. Denn auf Anfrage von Focus Online gab eine Sprecherin der Ex-Kanzlerin ein klares "Nein" auf die Frage, ob es eine mögliche Kandidatur Merkels geben werde.
Langjährige politische Gegnerschaft
Den aktuellen Bundeskanzler Friedrich Merz und Angela Merkel verbindet eine lange politisch-strategische Gegnerschaft – Merkel übernahm 2002 den CDU/CSU-Fraktionsvorsitz von Merz und drängen diesen so aus dem Amt. Merz galt als scharfer Kritiker der Merkel-Regierung, er verfolgte einen konservativeren, wirtschaftsliberalen und migrationspolitisch restriktiveren Kurs.
Obwohl die beiden in letzter Zeit versöhnlichere Töne anschlugen, kritisierte Angela Merkel Merz bezüglich seiner Mehrheitssuche mit AfD-Stimmen in der Migrationspolitik.
Merkel regierte 16 Jahre lang Deutschland als Bundeskanzlerin, von November 2005 bis Dezember 2021. Seit ihrem politischen Ruhestand übernimmt sie zwar repräsentative und beratende Aufgaben als Altkanzlerin, hält sich aber mit tagespolitischen Kommentaren meist zurück.
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