Mindestens 40 Tote bei Bombenanschlag in Kabul

Ein Mann trägt ein verletztes Kind, während ein anderer Junge daneben steht.
Es handelt sich um einen der schwersten Attentate in Afghanistan der letzten Jahre.

Bei einem der schwersten Anschläge der vergangenen Jahre in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind mindestens 40 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Ein Attentäter habe im Herzen der Stadt eine Autobombe gezündet und so zahlreiche Menschen in den Tod gerissen, sagte Polizeisprecher Basir Mujahid am Dienstag. Ein weiterer Angreifer lieferte sich nach der Explosion nahe dem Verteidigungsministerium ein Feuergefecht mit afghanischen Sicherheitskräften. Zu dem Attentat bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.

Sprengstoff in Lastwagen versteckt

Der Sprengstoff sei in einem Lastwagen versteckt gewesen, hieß es. Afghanistans Präsident Aschraf Ghani verurteilte den Anschlag. Die Angreifer seien von Sicherheitskräften zurückgeschlagen worden, sagte er. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Verletzten in den Stunden nach dem Anschlag auf 327. Nach Angaben eines nicht namentlich genannten Mitarbeiters starben bei dem Anschlag mindestens 15 Mitarbeiter des Geheimdienstes NDS.

Es handelt sich um die erste Bombenexplosion in der Hauptstadt, seit die Taliban vor einer Woche ihre Frühjahrsoffensive angekündigt hatten. Taliban-Sprecher Zabihullah Mudschahed erklärte über Twitter, an dem Angriff seien mehrere Kämpfer beteiligt gewesen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Terror-Anschlag in Kabul aufs Schärfste verurteilt. "Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Angriffe auf die zivile Bevölkerung und Sicherheitskräfte", sagte Ban am Dienstag in Den Haag. Er rief die Staatengemeinschaft dazu auf, mit vereinten Kräften gegen den Terrorismus vorzugehen.

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