Politik | Ausland
23.11.2018

Afghanistan: 9 Tote bei Selbstmordanschlag auf Militärbasis

Dutzende Menschen sollen verletzt worden sein. Noch hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Armeestützpunkt im Osten Afghanistans sind am Freitag mindestens neun Soldaten getötet worden. Bei dem Angriff auf eine Moschee auf der Militärbasis in der Provinz Chost wurden außerdem dutzende Menschen verletzt, wie die Behörden mitteilten. Die Provinzregierung ging zuvor von 20 Toten und über 30 Verwundeten aus. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Der Angreifer habe den Sprengsatz kurz nach dem Beginn des Freitagsgebets gezündet, sagte der Gouverneur von Chost, Hukum Chan Habibi. Nach Angaben eines bei dem Anschlag verletzten Soldaten hatten sich hunderte Gläubige in der Moschee versammelt.

Ein Sprecher der ersten Brigade, die in Chost stationiert ist, sprach von neun getöteten Soldaten und 22 Verwundeten. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Opferzahl zunächst nicht. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers wurden einige der Verletzten in ein Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Chost gebracht, andere seien mit Hubschraubern nach Kabul geflogen worden.

Prekäre Sicherheitslage

Afghanistans Präsident Ashraf Ghani verurteilte die Attacke als "unislamisch" und "unmenschlich". Die Sicherheitslage in Afghanistan ist weiterhin prekär, das Land wurde in den vergangenen Wochen von mehreren Anschlägen erschüttert.

Bei einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Kabul waren am Dienstag 55 Menschen getötet und 94 weitere verletzt worden. Die Attacke richtete sich gegen eine Versammlung von religiösen Führern und Zivilisten, die den Geburtstag des Propheten Mohammed feierten.