Toyota Aygo X: Der Kleinste mit Vollhybrid
Anderswo werden die Kleinen (meist aus Kostengründen) aus dem Programm genommen. Nicht so bei Toyota. Dort hält man am Kleinsten im Sortiment, dem Aygo X, fest. Mehr noch, der Aygo X wird modernisiert und mit angesagter Technik ausgestattet.
So ist der Aygo X nunmehr sogar mit Vollhybrid ausgerüstet. Und bei Toyota vermeldet man stolz, dass dies der erste Vollhybrid in Segment des Aygo X sei. Die Antriebseinheit kennt man schon aus dem Yaris. Toyota kombiniert hier einen 1,5-l-Dreizylinder mit einem Elektromotor. Dazu gibts ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe. Es gibt für den Aygo X übrigens nur mehr diese eine Antriebsoption.
Die Integration der zusätzlichen Technik war gar nicht so einfach. Die Front musste um 76 mm verlängert werden und so kommt der Aygo X nun auf eine Länge von 3,78 Meter. Die für den Hybrid nötigen Batterien sind beim Aygo X längs nebeneinander unter den Rücksitzen über die gesamte Fahrzeugbreite angeordnet. Damit gibt es keine Abstriche beim Kofferraumvolumen.
Auch die Front wurde neu gestaltet. Scheinwerfer, Motorhaube und Kühlergrill wurden sind neu gemacht und das steht dem Aygo X auch richtig gut. Optional kann der kleine Toyota auch mit einer Zweifarblackierung bestellt werden. Und auch die Option Stoffschiebedach ist weiter im Angebot.
Die Leistung steigt durch die Hybridisierung deutlich. 116 PS Systemleistung liefert die Antriebseinheit nun, das sind gleich einmal 44 PS mehr. Dementsprechend flott beschleunigt der Aygo X. In der City ist der Toyota sowieso wie gehabt bestens aufgehoben, auf Freilandstrecken oder auf der Autobahn fährt er genauso ohne Fehl und Tadel. Drei Zylinder und CVT klingt nach unerfreulicher Akustik, dem ist aber nichts so - nur, wenn man das Gaspedal voll durchtritt, klingt der Antrieb etwas angestrengt, nötig ist dies aber nur mehr selten. Dazu kommt, dass Toyota auch an der Geräuschdämmung gearbeitet hat. Der Verbrauch liegt (abhängig von der Version) bei 3,7 bis 3,9 Liter (laut WLTP).
Interessantes System ist die "Predictive State of Charge Control" - sie nutzt Kartendaten und aktuelle Verkehrsinformationen, um den Ladestand der Batterie vorausschauend zu steuern. Nähert sich das Fahrzeug einer Bergabfahrt, die die Möglichkeit zur Energierückgewinnung bietet, verhindert das System, dass die Batterie zuvor geladen wird. Ist auf der vorausliegenden Route ein Stau angekündigt, wird der aktuelle Batterieladestand aufrechterhalten, um im Stau und dichten Verkehr länger rein elektrisch fahren zu können.
Modernisiert zeigt sich der Aygo X auch innen. Wichtige Neuerung ist das größere Kombiinstrument, das von 4,2 auf 7 Zoll angewachsen ist. Eine Ablage fürs kabellose Laden des Smartphones ist optional zu haben.
Toyota erklärt stolz, dass der Aygo X ein europäisches Auto ist. Entwickelt wurde er bei Toyota Motor Europe in Belgien und produziert wird er in Kolin/Tschechien.
Die Preise beginnen bei 20.490 Euro, Topmodell ist der GR Sport für 26.690 Euro.
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