Robustheit in sechster Generation: Subaru Forester im Test

Subaru setzt beim aktuellen Forester auf bewährte Tugenden wie Allrad und Platz. Dazu gibt's einen Mildhybrid-Antrieb.
Subaru Forester

Zusammenfassung

  • Subaru bleibt beim Forester der sechsten Generation seinen Tugenden wie Allrad, Robustheit und viel Platz treu, ergänzt um einen Mildhybrid-Antrieb.
  • Der Forester wird ausschließlich mit einem 136 PS starken Boxer-Mildhybrid und CVT-Automatik angeboten, bleibt dabei eher komfortorientiert als sportlich.
  • Neue und erweiterte Assistenzsysteme wie das EyeSight mit Nothalt-Funktion und Driver-Monitoring sind serienmäßig an Bord.

Subaru ist bei uns - mit 407 Neuzulassungen 2025 - eine Nischenmarke, die aber ihre Fangemeinde hat. Die Autos gelten als robust, geländetauglich, geräumig, und die Modelle haben lange Bestand. Den Forester beispielsweise gibt es bereits seit Ende der 1990er-Jahre. Mittlerweile halten wir bei Generation Nummer sechs. Stellt man den aktuellen Forester und die erste Generation nebeneinander, fallen die großzügigen Fensterflächen des ersten Forester auf – fast wirkt der Forester I grazil (dass man so was einmal über einen Subaru sagen würde...). Im Vergleich zum neuen Forester freilich, der deutlich bulliger wirkt, nicht zuletzt wegen der hohen Front mit weit oben angebrachten Leuchten.

Jedenfalls vermittelt der Forester von 2026 das, was man von einem Subaru erwartet – nämlich Robustheit. Natürlich fällt der Forester in die Kategorie SUV, kommt auf eine Länge von 4,67 Meter, und die Größe sorgt auch für angenehme Platzverhältnisse innen. Hinten sitzt man gut, und hinter der Heckklappe eröffnet sich ein ordentlicher Kofferraum mit bis zu 1731 Liter Laderaumvolumen.

Subaru Forester

Subaru setzt in Sachen Bedienung auf einen bedienfreundlichen Mix aus analogen und digitalen Elementen. Klar, wichtig ist der zentrale (schön integrierte) Touchscreen in der Mitte. Die Grafik wirkt vielleicht etwas angejahrt, aber die Bedienung gibt keine Rätsel auf. Elemente, die man öfter verwendet – wie den Lautstärkeregler oder die Temperaturregler – sind analog ausgeführt. Subaru hat auch Tasten im Lenkrad integriert, und hier wird es schon etwas eng.

Subaru Forester

Nur ein Antrieb

Beim Forester gibt es keine Wahlmöglichkeiten beim Antrieb. Es gibt das SUV nur mit einem mildhybridisierten Benziner (den e-Boxer) in Verbindung mit CVT-Automatikgetriebe und Allradantrieb.

Der Vierzylinder-Boxer–Benziner leistet 136 PS, dazu steuert ein Elektromotor 12,3 kW bei, die beim Beschleunigen helfen bzw. den Forester bei langsamer Gangart kurzfristig elektrisch dahinrollen lassen. Mit der Leistung wird der Forester freilich kein Sportwagen - zumal 1,7 Tonnen zu bewegen sind. Auch das CVT-Getriebe animiert eher zu einer entspannten Gangart, auch wenn die Akustik mittlerweile angenehmer ist als bei früheren CVT-Lösungen.

Angestrengt klingt der Antrieb nur, wenn man das Gaspedal voll durchtritt. Wenn es flotter gehen soll, kann man (über eine der vielen Lenkradtasten) den S–Mode aktivieren, dann wird die Kennlinie des Gaspedals etwas schärfer gestellt. Zudem kann man - wenn man dem CVT–Automaten eine Pause gönnen will – auch die Schaltpaddels am Lenkrad nutzen und so zu simulierten Gangwechseln kommen. Die bevorzugte Gangart des Forester bleibt aber das komfortable Reisen - mit entsprechenden Reserven, wenn die Straßen rauer werden. Neben dem Allradantrieb hat der Forester zudem einen X-Mode als zweistufigen Offroad-Assistenten.

Subaru Forester

Trotz der Hybridisierung ist der Subaru mit einem WLTP-Durchschnittsverbrauch von 8,1 Liter kein Sparwunder - als besonders sparsam galten die Autos von Subaru aber eigentlich nie.

Stolz ist man bei Subaru auf die Assistenzsysteme. Das sogenannte EyeSight-Fahrerassistenzsystem wurde mit einer zusätzlichen Weitwinkel-Monokular-Kamera und einem neuen Frontradar aufgerüstet. Es verfügt nun über insgesamt 15 Funktionen. Fünf davon sind neu, u.a. ein Nothalt-System, das einspringt, wenn der Fahrer oder die Fahrerin nicht mehr imstande ist, das Fahrzeug zu bedienen (z.B. bei einem medizinischen Notfall). Serienmäßig ist auch das (eher strenge) Driver–Monitoring-System, es bietet Aufmerksamkeitswarnung und Fahrererkennung (z.B. für das Abrufen von Komforteinstellungen) in einem.

Wir sind den Forester in der Adventure-Ausführung gefahren – die ist insofern interessant, als hier grünliche Style-Elemente (wie grüne Nähte innen oder grüne Leisten außen) für Akzente sorgen. Als Adventure kostet der Subaru Forester 48.990 Euro. Das Basismodell kostet 5000 Euro weniger.

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