Skoda Peaq: Beim neuen 7-Sitzer dreht sich alles um die Größe

Am Comer See gab Skoda erste Einblicke in den neuen vollelektrischen SUV Peaq – was wir bisher wissen.
Getarnter Skoda Peaq fährt auf einer sonnigen Straße am Comer See unter einer Steinbrücke.

Ruhig liegt der Comer See unter der Frühlingssonne. Das Wasser glänzt, die italienischen Straßen wirken fast absurd perfekt. Und genau dort zieht eine Kolonne getarnter Autos vorbei – wie der Auftakt zu einem klassischen Bond-Film. Nicht umsonst hat sich Skoda diese Kulisse für die ersten Einblicke in sein neues Elektro-Flaggschiff ausgesucht. Der SUV Peaq erweitert das Elektro-Portfolio der tschechischen Marke im oberen Segment. 

Der Peaq wurde vergangene Woche am Comer See getestet – jedoch noch mit Tarnung. Enthüllt wird das Modell Mitte 2026. Der erste Eindruck: Sehr modern und doch wie gewohnt. 

Neben neuer Technik und innovativen Funktionen (mehr dazu später) erkennt man die altbekannten Ankerpunkte: die Tech-Deck-Face mit T-förmigen Lichtern, haptische Elemente wie die Innen-Türgriffe und einen Roller, mit dem man die Lautstärke anpassen kann. Alles komfortabel und weiterhin intuitiv.

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

Erste Ausfahrt 

Bei der Villa Erba am Comer See beschreiben die Designer und Techniker den Look des Peaq als „quiet“ (ruhig) und „clean“ (sauber). Laut Oliver Stefani, Leiter von Skoda Design, sei der Peaq von den neuen „Modern Solid“-Designprinzipien geprägt. „Durch Klarheit, Einfachheit und einen klaren Fokus auf Funktionalität und Raum.“ Selbst mit Tarnabdeckung scheint das eine passende Bezeichnung zu sein. Seitlich wirkt er wie glattgestrichen. Alles ist eben - auch die Türgriffe – für eine optimale Aerodynamik. Auffallend sind auch die großen Leichtmetallräder (erhältlich in den Größen 19, 20 und 21 Zoll).

Gleichzeitig wirkt der Peaq von innen geräumig. Das größte Modell im Skoda-Portfolio ist fast 4,9 Meter lang, 1,7 Meter hoch und hat einen Radstand von 2.965 Millimetern. Je nach Konfiguration bietet er Platz für fünf oder sieben Personen - wobei die dritte Reihe recht eng ist. Für kurze Strecken jedoch absolut ausreichend.

Der Fünf-Sitzer überrascht mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 1.010 Litern. Klappt man im Sieben-Sitzer die dritte Reihe aus, kann man bis zu 299 Liter Kofferraumvolumen nutzen. Wer noch mehr Stauraum braucht, kann die Fronthaube öffnen und den Frunk (Front Trunk) nutzen. Unter der Haube versteckt sich nämlich ein 37-Liter-Staufach für Autobürsten, Kabel und Ähnliches. So viel zum Design - aber wie fährt sich der Peaq?

Als Konvoi fuhren wir durch die Straßen rund um den Comer See. An Luxushotels, Wohngegenden, malerischen Aussichten vorbei – und auch an zahlreichen Radfahrern sowie Autobussen, die das Fahrzeug auf die Probe stellten. Mit dem E-Antrieb war aber alles kein Problem. Der SUV ließ sich geschmeidig durch die engen Gassen manövrieren. Laut Hersteller beschleunigt die Allradvariante 90x in nur 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Das Modell basiert auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) und wird in Mladá Boleslav produziert. Man kann zwischen drei Antriebsvarianten wählen: 60, 90 und 90x, mit einer Leistungsspanne von 150 kW (204 PS) bis 220 kW (299 PS). Die Varianten 90 und 90x haben eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern und können per Gleichstrom-Schnellladung in 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufgeladen werden. 

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

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Škoda Peaq Covered Drive am Comer See

Das Innere

Bei der Probefahrt wurden kleine Einblicke in die Innenausstattung gewährt. Neu sind etwa die kabellose Handyladestation mit MagSafe, der vertikale 13,6-Zoll-Bildschirm und das Zehn-Zoll-Fahrerdisplay, das individuell eingestellt werden kann - je nachdem, was man darauf angezeigt haben will. Schöne Aussichten bietet auch das Panoramadach, das größte, das es je bei Skoda gab. Es ist in neun einzelne Segmente eingeteilt und kann ebenfalls über den Bildschirm nach Belieben auf unterschiedlichste Arten eingestellt werden.

Fünf Interieur-Designs sind erhältlich, inklusive einer Sportline-Variante. Für Komfortsuchende wird es aber mit dem Relax-Paket richtig spannend - vor allem als Beifahrer. Der Relax–Sitz mit Extra-Nackenpolster lässt sich elektrisch zurückfahren, mit verstellbaren ergonomischen Beinstützen, die beim Betätigen der richtigen Taste ausfahren. Die Sitze haben verschiedene Massagefunktionen und vorne an der Konsole einen klappbaren Tisch. „Wohnzimmerfeeling im Auto“, sagt ein Kollege bei der Testfahrt. Das Relax-Paket ist für alle Innenausstattungsvarianten erhältlich und beinhaltet eine weitere Premiere für Skoda: ein Audiosystem, das in Kooperation mit Sonos entwickelt wurde.

Der Peaq wird im Sommer 2026 seine Weltpremiere feiern. Angaben zum Preis gibt es bislang noch nicht. Für Skoda sei jedenfalls eine Preis-Parität mit der jeweiligen Verbrenner-Variante wichtig. In diesem Fall würde Peaq sich in der Kodiaq-Liga bewegen (letzteren gibt es ab 52.890 Euro). 

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