Porsche verkauft Bugatti: Das Ende einer Sportwagen-Ehe

Volle Konzentration auf das Kerngeschäft: Porsche stößt seine Beteiligung an Bugatti ab.
Ein blauer Bugatti mit geöffneten Flügeltüren steht in einem Studio.

Es ist das Ende einer Sportwagen-Ehe: Der Sportwagenbauer Porsche steigt komplett aus der Beteiligung an Bugatti aus. Der Anteil von 45 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Bugatti Rimac geht an ein Konsortium unter Führung des Finanzinvestors HOF Capital, hinter dem die ägyptische Milliardärsfamilie Sawiris steht, wie Porsche aktuell mitteilt. Die Familie Sawiris ist auch einer der größten Aktionäre von Adidas und hält zum Beispiel auch das Hotel "The Chedi Andermatt" in der Schweiz. Das Familienoberhaupt Nassef Sawiris übernimmt im Mai den Posten des Aufsichtsratschefs. Zum Kaufpreis gibt es, wie immer bei solchen Deals, keine Angaben und Stillscheiben. Das alles vorbehaltlich der behördlichen Freigaben. 

Ein blauer Bugatti Chiron Profilansicht vor einem dunklen Hintergrund.

Wie es dann weitergeht?

Porsche und die Rimac Group haben das Joint Venture Bugatti Rimac im Jahr 2021 gegründet, als Heimat für die ikonische Marke Bugatti. An diesem Gemeinschaftsunternehmen hält Porsche eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 45 %, die Rimac Group besitzt 55 % der Anteile. Porsche hält außerdem einen Anteil von 20,6 % an der Rimac Group. Nach Vollzug der Transaktion plant die Rimac Group, die Kontrolle über Bugatti Rimac zu übernehmen und eine strategische Partnerschaft mit HOF Capital und BlueFive Capital einzugehen, um das weitere Wachstum zu unterstützen. HOF Capital wird neben Mate Rimac, dem Gründer von Rimac und CEO von Bugatti Rimac, der größte Gesellschafter der Rimac Group werden. 

Porsche-Chef Michael Leiters sagte, mit dem Verkauf zeige sein Unternehmen, dass es sich in Zukunft auf das Kerngeschäft konzentrieren wolle. Porsche habe als Frühphaseninvestor einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung von Rimac zu einem etablierten Autobauer geleistet. Porsche und Rimac hatten Bugatti Rimac 2011 gegründet, um sogenannte Hypercars unter den gleichnamigen Marken herzustellen.

Mate Rimac, CEO von Bugatti Rimac: „Porsche war für uns ein entscheidender Partner und wir sind sehr dankbar für die Rolle bei der Gründung von Bugatti Rimac. In dieser Partnerschaft haben wir eine starke Grundlage geschaffen, um unsere langfristige Vision noch schneller umzusetzen. Wir freuen uns nun auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Partnern.“

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