Ferrari hat wieder einen Daytona - heißt aber wie ein Motor

Ein roter Ferrari Roma steht vor einem modernen Gebäude mit Meerblick.
Der neue Supersportwagen aus Maranello bleibt dem 12-Zylinder-Motor treu. Wir konnten das Auto schon in Maranello besichtigen.

Ferrari bleibt dem 12-Zylinder treu – allen Elektrifizierungstendenzen rundherum zum Trotz. Aber in Maranello weiß man, was die treuen Kunden der Marke wünschen und wenn man wieder einen Sportwagen mit 12-Zylinder macht, liegt man diesbezüglich sicher nicht daneben. Und das Auto heißt auch so: 12Cilindri, also Zwölfzylinder und auf Italienisch klingt "Dodici Cilindri" ja durchaus attraktiv. Der 12Cilindri folgt auf den 812 Superfast und ist nun der 12-Zylinder-Sportwagen im Programm. Während der Vorstellung des Autos spielte man Videoclips von Enzo Ferrari ein, der die Wichtigkeit des 12-Zylinders für die Marke erklärte.

Bei unserem ersten Kontakt fällt uns unweigerlich der Name „Daytona“ ein. Die Front erinnert an den legendären Sportwagen aus den 70ern – der von Ferrari freilich nie Daytona genannt wurde. Tatsächlich hieß das Auto 365 GTB/4. Den Namen Daytona bekam er in den Medien, nachdem Ferrari zwei Jahre zuvor beim legendären Rennen in Daytona, Florida einen triumphalen Sieg errungen hatte. Ein späterer Ruhm kam über die Fernsehserie Miami Vice, wobei das für die Dreharbeiten verwendete Auto eine Replika war, was Ferrari gar nicht schmeckte. Ferrari verwendete den Namen Daytona für ein Auto, das nur in limitierter Stückzahl gebaut wird, den 2021 vorgestellten Daytona SP3.

Damit zurück zum 12Cilindri von 2024. Der V12 ist eine Weiterentwicklung des bekannten Ferrari-V12. Man kitzelt aber nun noch mehr Leistung heraus und lässt den Motor höher drehen: Bis zu 9.500 Umdrehungen pro Minute und die Leistung steigt auf 830 PS. Dabei hat man darauf geachtet, möglichst Gewicht zu reduzieren.

Ein roter Ferrari mit schwarzem Dach steht auf einem hellen Untergrund.

Die Rückansicht eines roten Ferrari 12Cilindri auf einer Betonfläche.

Ein roter Ferrari steht vor einem modernen Gebäude mit Glasfassade.

Zwei rote Ferrari Sportwagen stehen vor einer modernen Fassade.

Ein roter Ferrari steht vor einer Küstenlandschaft.

Ein roter Ferrari 12Cilindri steht auf einer Betonfläche.

Innenansicht eines Ferraris mit blauem Leder und roten Akzenten.

Das Interieur eines Ferrari mit blauen Sitzen und roten Akzenten.

Ein grüner Ferrari Roma Spider vor einer reflektierenden Wand.

Ein grauer Ferrari Spider mit braunen Ledersitzen von oben.

Ein grauer Ferrari Spider mit braunen Ledersitzen von oben.

Besonders stolz sind die Entwickler auf das sogenannte Aspirated Torque Shaping – mit Hilfe einer elektronischen Steuerung wird dabei die Drehmomentkurve im dritten und vierten Gang optimiert (um die Wahrnehmung des Drehmoments zu verbessern, heißt es bei Ferrari). Jedenfalls beschleunigt der 12Cilindri in 2,9 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit gibt Ferrari mit über 340 km/h an.

Natürlich hat man an der Aerodynamik gearbeitet. Interessantes Detail sind die beiden Klappen am Heck, die ausfahren, wenn mehr Anpressdruck benötigt wird. Für noch besseres Handling wurde zum einen der Radstand (im Vergleich zum 812 Superfast) um 20 mm verkürzt und der 12Cilindri bekommt eine unabhängige Hinterachslenkung, wobei jedes Rad separat um wenige Grad gelenkt werden kann. Damit reagiert der Ferrari noch schneller auf Richtungswechsel, erklärt uns der Entwicklungsleiter Gianmaria Fulgenzi.

Ein graugrüner Ferrari Roma Spider steht in einem Ausstellungsraum.

In den heiligen Hallen von Maranello konnte der Autor den 12Cilindri als Spider besichtigen

Der 12Cilindri kommt sowohl als Coupe-Version Berlinetta als auch als offener Spider auf den Markt. Natürlich klappt das Dach elektrisch betrieben auf- und zu, wobei in geöffnetem Zustand zwei markante Höcker hinter den Sitzen stehenbleiben. Das Gewichtsplus beträgt 60 kg und das Dach öffnet und schließt innerhalb von 14 Sekunden.

Bleibt die Frage nach dem Preis. Ferrari nennt einen Preis für Italien, der liegt bei 395.000 Euro für das Coupe, der Spider kostet naturgemäß mehr. Damit ist der 12Cilindri in etwa so teuer wie der Purosangue. Umgelegt auf Österreich wären das an die 600.000 Euro. Die ersten Autos sollen Ende des heurigen Jahres an Kunden ausgeliefert werden.

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