Dacia Sandero: Was nach dem Update nun anders ist

Dacia überarbeitet den Bestseller und kündigt eine neue Variante mit Hybridantrieb an.
Dacia Sandero

Zusammenfassung

  • Dacia frischt den Sandero optisch und technisch auf, bietet mehr Digitalisierung und neue Designelemente.
  • Ab Ende des Jahres kommt erstmals eine Hybridvariante mit 155 PS und Automatik ins Angebot.
  • Trotz mehr Technik bleiben die Einstiegspreise für Sandero und Stepway auf gewohnt niedrigem Niveau.

Das Prädikat Bestseller ist in diesem Fall angebracht. Seit 2017 ist der Sandero von Dacia die Nummer eins bei den Privatkundenverkäufen in Europa. Und der Kompakte bleibt bei Dacia weiterhin ein essentielles Modell, auch wenn hier die SUV wie Duster und Bigster neu dazugestoßen sind und Stückzahl machen. In Österreich wurden im vergangenen Jahr 4.220 Sanderos neu zugelassen, was einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2024 bedeutet. 

Um das Auto für die Kundschaft weiter attraktiv zu halten, wurde nun Hand angelegt und der Sandero an dieser und jener Stelle verbessert. Optisch bleibt man der grundlegenden Linie treu, wobei Dacia natürlich weiterhin den klassischen Sandero neben dem leicht Offroad-artig angehauchten Stepway anbietet.

Dacia Sandero

Die Dacia-Designer verweisen auf eine neue Lichtsignatur mit einem „umgekehrten T“ über den Scheinwerfern oder die pixelartigen Punkte, im Bereich des Kühlergrills. Auch heckseitig wurden die LED-Pixelleuchten des Dacia neu gestaltet. Typisch für den Stepway sind die Kunststoffbeplankungen an der Seite, den Radkästen und rund um die Nebelscheinwerfer. Das Material hierfür, genannt Starkle, besteht auch 20 Prozent recyceltem Kunststoff.

Einiges getan hat sich innen – sei es, was die Optik betrifft, oder sei es für einen neuen Grad der Digitalisierung. Vom Design her sollen die Lüftungsdüsen der Armaturentafel mit ihrem umgekehrten „T“-Design die Lichtsignatur der Scheinwerfer zitieren. Armaturentafel und Vordertüren sind mit einer neuen Verkleidung aus blauem Stoff bzw. blauem Denim versehen (abhängig von der Ausstattung). Wie bei  Dacia üblich vermittelt das Interieur Robustheit.

Dacia Sandero

Wichtig für den Fahrer ist freilich ein neues 7 Zoll großes Instrumentendisplay und der mittige Touchscreen wächst, wenn man das Media Display hat, auf 10,1 Zoll. Die Bedienung und die Darstellung sind gut, da kann man nichts bekriteln und im Sandero sind nach wie vor analoge Schalter und Bedienelemente vorhanden. In der Basisausstattung gibt es keinen Touchscreen, sondern eine Dockingstation für das eigene Smartphone. Von Dacia erfahren wir aber, dass nur die wenigsten Kunden tatsächlich die einfache Basisversion ordern. Die meisten zieht es zu den höheren Ausstattungslinien Expression oder Extreme (mit jeweils 43 Prozent) und hier sind Dinge wie das Media Display ohnehin dabei. Für die Anbindung des eigenen Smartphones sorgt beim Media Display die kabellose Verbindung via Android Auto oder Apple Car Play. Dazu gibt es nun eine Ladeschale für das kabellose Laden des Smartphones.

Dacia Sandero

Zu den einfachen aber praktischen Details gehört nun das You-Clip-System, das es jetzt auch im Sandero gibt. Drei Befestigungspunkte hat man, um z.B. den Smartphone-Halter festzumachen. Über das Zubehörprogramm kann man neuerdings auch ein Brillenetui oder eine Einkaufstasche bekommen, die hier fixiert werden können.

Optional lässt sich der Sandero mit technischen Hilfsmitteln wie Fernlichtassistent, Multi-View-Kamera oder elektrisch anklappbaren Außenspiegel ausstatten. Zu den neu installierten Fahrhilfen, die den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen, gehören die automatische Notbremsung (Stadt/Autobahn mit Erkennung von Fahrzeugen, Fußgängern, Radfahrern und Motorrädern) und die Müdigkeitserkennung.

Bei den Antrieben für den Sandero hat sich grundsätzlich nicht allzu viel geändert. Der Sandero ist wahlweise mit einem SCe-1-l-Benziner mit 65 PS in Verbindung mit 5-Gang-Schaltgetriebe oder mit einem von 90 auf 100 PS erstarkten Benziner in Verbindung mit 6-Gang-Schaltgetriebe im Angebot. Der Sandero als Stepway ist nur mit einem 110-PS-Benziner zu haben.

Hybrid im Anrollen

Spannend wird es dann gegen Ende des Jahres, wenn der Sandero dann auch mit Hybrid verfügbar sein wird. Es ist der bekannte Hybrid aus Duster/Bigster mit 155 PS und dann natürlich mit Automatik. 

Erfreuliche Nachricht von Dacia: Die Preise bleiben trotz dem Mehr an hilfreicher Technik auf dem bekannten niedrigen Niveau. Das heißt, der Sandero mit 65 PS kostet ab 12.690 Euro, der Sandero Stepway startet bei 15.490 Euro.

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