BMW-Rückruf: Diese Modelle sind in Österreich betroffen

Der deutsche Autobauer ruft wegen Brandgefahr erneut Hunderttausende Autos zurück. Wann es gefährlich werden könnte.
FILE PHOTO: A logo of BMW is seen inside a car dealer in Nijmegen

Zusammenfassung

  • BMW ruft weltweit 337.374 Fahrzeuge der Modelle i5, 7er, M5, 5er und i7 wegen Brandgefahr durch fehlerhafte Cockpit-Kabelbaumverlegung zurück.
  • In Österreich sind potenziell 2.735 Fahrzeuge betroffen; bisher ist kein Unfall im Zusammenhang mit dem Fehler bekannt.
  • Rückrufe sind in der Autoindustrie alltäglich und haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Es ist kein idealer Start ins Jahr 2026 für BMW: Erst kürzlich hat der deutsche Autobauer hunderttausende Autos zurückgerufen. Nun werden schon wieder Autos zurückgerufen. Das geht laut einer Aussendung aus einem in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) veröffentlichten Rückruf hervor, den der Autobauer aus München bestätigt. 

Welche Modelle sind betroffen?

Betroffen seien die Modelle i5, 7er, M5, 5er und i7 aus dem Produktionszeitraum vom 9. Juni 2022 bis 5. Dezember 2025. Weltweit sind 337.374 Fahrzeuge potenziell betroffen, deutschlandweit sind es laut KBA 29.441 Fahrzeuge. In Österreich könnten potenziell 2.735 Fahrzeuge betroffen sein, teilte BMW der APA mit. Demnach könne die mangelhafte Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes "beim Ersatz des Mikrofilters zu Beschädigungen an Kabeln und damit zu einem Kurzschluss mit Rauchentwicklung und Brandfolge führen". Als Maßnahme werde die Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes geprüft und gegebenenfalls nachgebessert.

Bisher kein Unfall bekannt

"Im Zusammenhang mit diesem Fehlerbild ist kein Unfall bekannt", teilte ein BMW-Sprecher mit. Sollte das Fahrzeug bereits einen Ölservice und somit einen Mikrofilterwechsel erhalten haben, sei eine umgehende Prüfung und eine eventuelle Nacharbeit der Kabel notwendig. Sollte noch kein Ölservice und somit kein Mikrofilterwechsel durchgeführt worden sein, bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf, eine Nacharbeit beim ersten Ölservice sei ausreichend, sagte der Sprecher.

Schon im vergangenen Herbst hatte BMW Hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall auch hier zu Bränden kommen konnte.

Rückrufe gehören inzwischen zum Alltag in der Autoindustrie: Laut einer Auswertung des ADAC, die auf Zahlen des deutschen Kraftfahrt‑Bundesamts (KBA) basiert, mussten 2025 erneut zahlreiche Fahrzeuge nachgebessert werden. Die Gründe sind vielfältig und reichen von sicherheitsrelevanten Mängeln bis zu technischen Details, die Hersteller frühzeitig korrigieren.

Insgesamt registrierte der deutsche Automobilclub 532 einzelne Rückrufaktionen, was fast einer Verdreifachung im Vergleich zu 2010 entspricht, als noch 185 Maßnahmen verzeichnet wurden. Besonders bis 2018 stieg die Zahl kontinuierlich an, seither bleibt sie auf einem konstant hohen Niveau. Parallel dazu ist die Zahl der von Rückrufen betroffenen Fahrzeuge deutlich gewachsen: Im Jahr 2024 waren bereits 2,84 Millionen Pkw von Nachbesserungen betroffen, ein Anstieg von 48 Prozent gegenüber 2023.

Im Jahr 2025 war vor allem Mercedes‑Benz mit 45 Rückrufaktionen auffällig, während ein einzelner Rückruf bei BMW rund 136.000 Fahrzeuge betraf, die wegen eines Defekts am Anlasser in die Werkstätten gerufen werden mussten. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Rückrufe längst kein Ausnahmefall mehr sind, sondern ein regelmäßiger Bestandteil der Fahrzeugpflege und Sicherheit darstellen.

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