Der Kreis schließt sich irgendwie. Als BMW 1972 den 520 herausbrachte, war dies der Nachfolger für den BMW 2000, der „Neuen Klasse“. Die Neue Klasse kommt bei BMW wieder, dann allerdings rein elektrisch. Auch der aktuelle 5er kann elektrisch, als i5, aber gleichzeitig gibt es Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride. Wir blicken zurück auf über 50 Jahre 5er.
Als Nachfolger der Neuen Klasse wurden auf der IAA 1972 die Modelle BMW 520 und BMW 520i vorgestellt, deren Vierzylinder-Motoren 115 beziehungsweise 130 PS leisteten. Bei der Modellbezeichnung wurde erstmals eine neue Systematik eingeführt, die bis heute die Nomenklatur bestimmt: mit der für die Baureihe stehenden 5 am Anfang und den beiden folgenden Ziffern als Hinweis auf den Hubraum des jeweiligen Modells.
Als markentypische Elemente wurden Doppelscheinwerfer und der Hofmeisterknick in der C-Säule neu interpretiert. Der französische Designer Paul Bracq setzte damit den Grundstein für die in den 1970er-Jahren charakteristische Formensprache von BMW. Um zugunsten des Insassenschutzes Deformationszonen präzise berechnen zu können, setzten die BMW Konstrukteure erstmals in höherem Umfang Computertechnologie ein.
Der 1982 vorgestellte Nachfolger setzte die Erfolgsserie fort. Im Design blieb er dem bewährten Prinzip der klaren Linienführung und der großen Fensterflächen treu. Darüber hinaus hielt moderne Elektronik Einzug in die 5er Reihe: vom Antiblockiersystem, über den Bordcomputer bis zur Elektronischen Benzineinspritzung.
Zur Markteinführung trat die neue Limousine mit einem breit gefächerten Modellangebot und einem Leistungsspektrum zwischen 90 und 184 PS an. 1984 folgte erneut eine besonders sportlich ausgerichtete Variante. Der 218 PS starke M535i war diesmal jedoch nicht das letzte Wort der Motorsport GmbH. Auf der IAA des Jahres 1985 präsentierte sie den M5
Geradezu revolutionär mutete die Entscheidung an, ab 1983 mit dem 524td bei den Diesel-Automobilen vertreten zu sein. Es musste ein ebenso kraftvoller wie kultivierter Turbodiesel-Motor sein und so bauten die Bayern einen Reihensechszylinder mit 2,4 Litern Hubraum und einer Leistung von 115 PS ein.
Zur Markteinführung der dritten Generationen 1988 wurden die Modelle 520i, 525i, 530i, 535i und 524td angeboten – allesamt mit sechs Zylindern und elektronischer Kraftstoffeinspritzung ausgestattet. Ihr Leistungsspektrum reichte von 115 bis 211 PS. Alle Varianten waren auch schon mit Katalysatoren ausgestattet. Später folgten die Achtzylinder-Modelle 530i und 540i, im Jahr 1993 kam der 518i als Einstiegsvariante mit Vierzylinder-Motor auf den Markt.
Der BMW 5er der dritten Generation hatte im Vergleich zum Vorgänger ein deutliches Plus an Außenlänge und Innenraum sowie ein gänzlich neues Design zu bieten. Der Limousine stellte BMW ab 1991 erstmals die Kombiversion Touring zur Seite.
Auf der IAA des Jahres 1995 debütierte die vierte Generation der BMW 5er Reihe. In ihrem Design setzte die neue Limousine den Stil des Vorgängers fort. Markantes Detail der Frontgestaltung waren die hinter einer gemeinsamen Glasabdeckung liegenden Doppelrundscheinwerfer.
Zur Markteinführung standen Reihensechszylinder-Motoren mit einer Leistung zwischen 150 und 193 PS zur Auswahl. Im Jahr 1996 folgten erneut zwei V8-Varianten.
Die im Jahr 2003 vorgestellte fünfte Generation der BMW 5er Reihe kam mit einem neuartigen und polarisierenden Design von Chris Bangle. Und: Erstmals wurde serienmäßig das neue Bediensystem iDrive eingesetzt.
Das Motorenangebot des BMW 5er wurde auf sechs Benzinantriebe und vier Dieselaggregate mit einer Leistungsspanne von 170 PS im BMW 520i bis 367 PS im 550i erweitert. Für den M5 entwickelte BMW einen V10-Zylinder mit Hochdrehzahlkonzept.
Die sechste Generation der BMW 5er Reihe entwickelte sich unmittelbar nach Marktstart im Januar 2010 zum weltweiten Marktführer ihrer Klasse. Sie verfügte über eine abermals steifere Karosserie als der Vorgänger und über mehr Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme. Mit dem BMW 5er Gran Turismo erweiterte eine dritte Karosserieversion mit großer Heckklappe das Programm
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