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Ford-Pläne für Europa: Kommt jetzt der Fiesta wieder?

Ford bringt bis 2029 fünf neue Pkw-Modelle, darunter einen elektrischen Kompakten und einen Bronco für den europäischen Geschmack.
Ford

Zusammenfassung

  • Ford bringt in Europa bis 2029 sieben neue Modelle, darunter fünf neue Pkw.
  • Es wird ein kompaktes Elektroauto von Ford geben, das auf Renault-Technik basiert.
  • Ein für Europa konzipierter Bronco mit Multi-Energy-Plattform wird in Valencia produziert.

Ford will in Europa wieder vermehrt Flagge zeigen und kündigt eine Produktoffensive an, die sieben neue Modelle bringt - davon fünf für den Pkw-Bereich.

Man wolle keine Autos bauen, die langweilig sind, erklärt der Präsident von Ford in Europa, Jim Baumbick. "Keine Toaster auf Rädern", fügt er schmunzelnd hinzu. Und man wird wieder in Segmenten vertreten sein, die man seit einiger Zeit nicht mehr besetzt hat - obwohl man einst ein wichtiger Player war. Stichwort Fiesta.

Zu den neuen Autos gehört ein kleiner, elektrischer Hatch, der sich im B-Segment einordnen wird. Mehr verrät Ford dazu noch nicht. Auch, ob das Auto wieder Fiesta heißen wird, bestätigt Baumbick noch nicht. Dazu kommt ein kompaktes SUV, das ebenfalls elektrisch fährt. Für die beiden Autos hat Ford eine Kooperation mit Renault abgeschlossen und man wird eine Elektro-Plattform von Renault nutzen. Jedenfalls sollen die neuen Fords die Rallye-DNA der Marke in sich tragen, kündigt Baumbick an.

Der Plan dahinter ist klar: die Reduktion von Kosten. Strategische Partnerschaften seien von zentraler Bedeutung für Fords Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Sie beschleunigen die Entwicklung, erschließen Skaleneffekte und schaffen Mehrwert, erklärt man. Und Baumbick sieht es noch drastischer: "Die Zeiten, in denen jeder sein Ding macht, sind vorbei."

Neben den kompakten E-Fahrzeugen kündigt Ford auch zwei kommende Crossover-Fahrzeuge an. Und die werden eine Multi-Energy-Antriebsarchitektur bekommen. Heißt, hier wird es Hybride bzw. Plug-in-Hybride geben. Der Kunde soll somit mehr Freiheit haben, was den jeweils passenden Antrieb betrifft. "Wir können die Emissionsreduzierung heute mit Hybridtechnologien beschleunigen, die es den Kunden ermöglichen, immer dann elektrisch zu fahren, wenn sie können", sagt Baumbick.

Ein weiteres interessantes Auto wird eine Multi-Energy-Plattform bekommen. Ford kündigt ein neues Derivat für den Offroader Bronco an. Der kommt nicht nur mit einer für Europa passenden Antriebstechnologie, sondern wird auch in Europa produziert werden, nämlich im Ford-Werk in Valencia. 2028 soll die Produktion des Bronco für Europa anlaufen.

Jim Baumbick

Jim Baumbick

Die neuen Modelle, die Ford jetzt angekündigt hat, werden bis 2029 auf den Markt kommen.

Und auch für den beliebten Pick-up bei Ford, den Ranger, gibt es Zuwachs. Die in den USA erhältliche Super-Duty-Variante ist nun auch in Europa verfügbar. Sie kann bis zu 4,5 Tonnen ziehen und hat eine Nutzlast von fast 2 Tonnen. Ab Werk ist er bereits mit einem Heavy-Duty-Fahrwerk, zusätzlichem Unterbodenschutz und hoher Bodenfreiheit ausgerüstet. Laut Baumbick schafft man so ein neues Heavy-Duty-Truck-Segment in Europa.

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