Bittergurka
Ingvar Kamprad wäre heute 100 Jahre alt. Jener Mann, der es geschafft hat, dass die Mehrheit der Menschen beim Namen Billy nicht an Wilder oder Joel denkt, sondern an ein Holzregal. Der Schwede kombinierte 1943 die Anfangsbuchstaben seines Namens IK mit jenen des elterlichen Bauernhofs Elmtaryd und seines Heimatdorfs Agunnaryd und gründete das Versand-Unternehmen IKEA.
15 Jahre später stand das erste Möbelhaus. In Österreich durften gestaltungsauffällige Konsumenten erst 1977 Järpen-Stühle und Klippan-Sofas kaufen und zusammenbauen. Heute gibt es 484 IKEA-Filialen in 63 Staaten – Jahresumsatz 45 Milliarden Euro. Im Laufe der Zeit gab es freilich nicht nur Staunen über das Do-it-yourself-Prinzip und Gekicher über den Eierbecher Kackling, den Übertopf Bittergurka und die Hutablage Lustifik, sondern auch Kritik bezüglich Umweltschutz, Steuer- oder Lohnpolitik.
Und dennoch: Die größte Erfolgsgeschichte des Konzerns heißt Pax. Das ist der lateinische Begriff für Frieden. Den kann man also mit gutem Willen auf der ganzen Welt basteln.
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