Harald Mahrers teure Einladung

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Der Chef der Wirtschaftskammer wollte den guten Gastgeber geben - und hat jetzt ein größeres Problem.
Christian Böhmer

Christian Böhmer

Darf die Wirtschaftskammer eine Opernball-Loge mieten? Um 23.600 Euro? Bezahlt aus den Mitgliedsbeiträgen?

Natürlich darf sie das.

Wer weiß, mit welcher Faszination ausländische Gäste das Staatsgewalze bisweilen in sich aufsaugen, der findet es nicht  abwegig, wenn die Kammer außer-europäische Entscheidungsträger in die Oper lädt, um möglichst guten Wind für die exportabhängige Wirtschaft zu machen.

Im aktuellen Fall ist die Sache anders: Es war kein ausländischer Konzernboss, sondern Austro-Banker Andreas Treichl, der Harald Mahrer mit einer flapsigen Wortmeldung in die Bredouille brachte. Hätte Mahrer Treichl  ins Wort fallen müssen? Vielleicht.

Der Präsident entschied sich – ganz Gastgeber – anders und fand den Sager „lustig“.

Es könnte ihn teurer zu stehen kommen als erwartet.

Mit 3. März beginnt die  Wirtschaftskammerwahl, und es ist unwahrscheinlich, dass Mahrers Auftritt Sympathien geweckt hat.

Gute Gastgeberschaft hin oder her.

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