© APA

Meinung Kommentare Chronik
08/05/2019

Mann zieht tonnenschweres Boot: Weltrekord(versuch) am Wörthersee

Der Kärntner Kraftsportler Martin Hoi zog im Strandbad ein 3,5 Tonnen schweres Boot hinter sich her. Und ging an seine Grenzen.

von Nikolaus Tuschar

Dem St. Veiter Martin Hoi sind Weltrekorde nicht fremd. Am Montag, 5. August, versuchte der dreifache Guinessbuch-Rekordhalter seine Erfolge mit einem vierten zu krönen: Der Athlet zog im Strandbad Klagenfurt schwimmend ein 3,5 Tonnen schweres Boot mehr als 42 Meter weit hinter sich her.

Die Strecke führte von der Mittelbrücke bis hin zur Bootsbrücke. Die kürzlich ausgewerteten Daten werden nun dem RID (Rekord-Institut für Deutschland), dem deutschen Pendant der "Guiness-World-Records" übermittelt. Dieses entscheidet dann, ob es sich um einen veritablen Weltrekordversuch handelt.

Optimismus

Der diplomierte Krankenpfleger gibt sich jedoch optimistisch: "Es sollte schon als neuer Weltrekord eingetragen werden. Wir übermitteln dem RID jetzt einmal die GPS-Daten und werden in einigen Wochen eine Bestätigung bekommen."

Zuversichtlich stimmt Hoi, dass dieser Versuch keineswegs der erste seiner Art war. Bereits 2018 zogen 80 Schwimmer in Duisburg ein 350 Tonnen schweres Boot 100 Meter weit. Der dreifache Guinessbuch-Rekordhalter Hoi ist jedoch der erste Athlet, der es sich zutraute, alleine ein Wassergefährt zu ziehen.

An die Grenzen gegangen

Der Rekordversuch verlangte Hoi durchaus viel ab: "Ich habe das Seil des Bootes auf meinem Gewichtsgürtel befestigt. Dann habe ich mit voller Kraft versucht, das Boot in Bewegung zu bekommen. Das hat mich an meine Grenzen gebracht. Nach 42 Metern war ich froh, dass die Taucher der Berufsfeuerwehr und der Wasserrettung zur Stelle waren. Ich konnte nämlich nicht mehr."