über "Alltagsgeschichten"
07/08/2013

Zeit und Geld

Es war die Zeit, bevor zig Privatsender in jede zweite Körperöffnung filmten.

Anna Gasteiger | über "Alltagsgeschichten"

Interessant an Elizabeth T. SpirasAlltagsgeschichten“, die der ORF derzeit wiederholt, ist u. a. das Verhältnis der Protagonisten zu der Kamera: Es war die Zeit, bevor zig Privatsender in jede zweite Körperöffnung filmten (und die restlichen eigenhändig via Handy-Video erledigt werden konnten); entsprechend neugierig und unverfälscht verhalten sich die Porträtierten. Und man merkt, dass DAMALS noch Geld da war fürs Zuschauen, Passierenlassen, Teilnehmen ... für ausführliche Reportagen. Muss sich der geneigte Zuschauer halt alle Sommer wieder an jenem bissigen und kontroversiellen Österreich-Bild abarbeiten, das Spira zwischen 1985 und 2006 entwarf.

(Während auf ORFeins ein Spielfilm läuft, in dem ein höchstens 10-Jähriger seine Männlichkeit oder Was-auch-immer-das-sein-Soll unter Beweis stellt, indem er schwer verletzt und vor Schmerz heulend einen Karate-Kampf fortsetzt. Wem fällt so etwas ein???)

Info: Ein aktuelles Interview mit Elizabeth T. Spira finden sie hier.

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