Verpixelt
ProSieben bearbeitet alles zu einem schwammigen Fleck nach, was auch nur im Entferntesten anstößig sein könnte.
über "Germany’s next Topmodel"
"Germany’s next Topmodel" hatte am Donnerstag mehr Zuschauer als "SOKO Donau" und nur geringfügig weniger als das darauffolgende Europa-League-Spiel auf ORFeins. Das ist insofern bemerkenswert, als diese neunte Staffel des Reality-Formats besonders langweilig ist. Bis auf zwei interessante Aspekte:
1. Die Verpixelungspolitik. ProSieben bearbeitet alles zu einem schwammigen Fleck nach, was auch nur im Entferntesten anstößig sein könnte. Markennamen auf T-Shirts. Oder das, was man sieht, wenn ein Jung-Model die knappst behosten Beine etwas zu weit spreizt. Huch.
2. Die Esspolitik. Die Sendung steht ja unter permanentem Verdacht, Essstörungen zu fördern. Die Kandidatinnen haben nun offenbar den Auftrag bekommen, demonstrativ vor der Kamera zu essen. Interessanterweise ist das meistens (eher nicht so figurfreundlicher) Toast. Wahrscheinlich steht irgendwo in der Modelvilla ein großer Mistkübel, in dem lauter angebissene Toastscheiben liegen. Den kriegen Sie aber nie zu sehen. Wird verpixelt.
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