über die Reformen und Gegenreformen im ORF.
07/15/2015

Seit bald 50 Jahren derselbe Streit

von Georg Leyrer

Auf der Medienorgel spielt seit Jahrzehnten das gleiche Werk.

Georg Leyrer | über die Reformen und Gegenreformen im ORF.

Wem im Sommer wirklich ganz, ganz fad ist, der kann sich mit der heimischen Mediengeschichte ein wenig Unterhaltung zufächeln.

Das geht so: Man besorge sich alte Zeitungsberichte über den politischen Einfluss auf den ORF. Egal, ob aus den 60er-, 70er-, 80er- oder 90er-Jahren. Dann tausche man die Namen der Politiker und ORF-Vertreter gegen die heutigen aus – und schon zeigt sich: Es ist seit bald 50 Jahren derselbe Streit, der mit ganz genau denselben Phrasen geführt wird. Von Entpolitisierung bis Einflussnahme, von Qualität bis Gebühren.

Ist ein Intendant politisch unliebsam geworden, gibt es eine Novelle zum ORF-Gesetz, die unter dem Motto „mehr Unabhängigkeit“ verkauft wird. Die jeweilige Opposition beklagt verlässlich, dass die jeweilige Novelle das Gegenteil, nämlich mehr politische Einflussnahme, bewirkt. Und das Spiel geht wieder von vorne los, es wird reformiert und gegenreformiert.

Auf der Medienorgel spielt seit Jahrzehnten das gleiche Werk, und es ist eine Operette, die sich als tragische Oper ausgibt.

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