über "Adam sucht Eva".
07/16/2015

Nackerbatzl sucht Nackerbatzl

von Georg Leyrer

Man büßt bitterlich.

Georg Leyrer | über "Adam sucht Eva".

Man soll ja mehr lesen, wird insbesondere den jungen Menschen händeringend vorgebetet, und weniger fernschauen. Da kann man nämlich viel lernen, und es macht gescheit und regt die Fantasie an und so weiter, Sie kennen das.

Im pädagogischen Eifer verschwiegen wird hingegen, dass sich eine allzu ausgebildete Fantasie auch durchaus nachteilig darstellen kann; dass durch Lektüre geweckte Erwartungshaltungen zuweilen schmerzlich enden können.

Womit wir bei der zweiten Staffel von „Adam sucht Eva“ sind. Bitte, da sind Nackte im Fernsehen, und eine hatte mal was mit jemandem Bekannten; und selbst wer das nicht wissen wollte, konnte, ja musste darüber in den letzten Tagen viel lesen (u. a. über Größenvorlieben verschiedenster Art). Der fantasiemäßig angeregte Fernsehkonsument (in Österreich: 203.000 Menschen) schaltet da natürlich brav RTL ein. Und büßt bitterlich: Nackt war der Mensch, so liest man, im Paradies, im Fernsehen ist er leider nur noch ein erbärmliches Nackerbatzl.

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