über den Arbeitsauftrag des ORF
07/13/2013

Mudls Auftrag

Kennen Sie den Dr. Klenk aus der Alpecin-Werbung?

| über den Arbeitsauftrag des ORF

Kennen Sie den Dr. Klenk aus der Alpecin-Werbung? Mit seinem stechenden Blick und dem dezent irren Gesichtsausdruck sieht er so aus, als könnte man mit ihm Kinder erschrecken: Wenn du deine Suppe nicht aufisst, dann kommt der Dr. Klenk und wäscht dir den Kopf! Wenn diese Schreckensgestalt im weißen Labor-Kittel dann aber in der Unterbrecherwerbung einer Tour-de-France-Übertragung auftritt, und dazu kommt der Slogan „Alpecin ist Doping für die Haare“ – dann kriegt das Ganze einen herrlich realsatirischen Witz. (Das Copyright für diese Beobachtung gehört dem Kollegen und Facebook-Freund Thomas Rottenberg; soviel Zeit muss sein.)

Der ORF wiederholt derzeit die fast 40 Jahre alte Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“. Und das ist aus der Sicht des ORF nicht ungefährlich. Denn diese Serie beweist etwas: Dass es möglich ist – mithilfe von Kreativität, tollen Drehbüchern und Darstellern und Mut zur Milieustudie hart am Rand der Realsatire – großartiges, österreichisches Fernsehen herzustellen. Die hervorragende Einschaltquote – 205.000 sahen zu, um dreiviertel elf in der Nacht, mehr als beim Jane-Austen-Film im Hauptabend! – kann man nur als Arbeitsauftrag verstehen. Oder, wie es Mundls Sohn Karli ausdrückte: „Wos is, gnä Frau? Gemma, oder bleib ma bis in die achtziger Joahr da drin?“

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