Kehren wir von der "Emokratie" zur Demokratie zurück

Kehren wir von der "Emokratie" zur Demokratie zurück
Es herrscht schlechte Laune, nur zum Teil ist sie gerechtfertigt. Emotionslos betrachtet hat die Regierung auch etwas weitergebracht.
Martina Salomon

Martina Salomon

"Ich bin in der Raab/Figl-Zeit aufgewachsen und glaube, dass keine Regierung seither so ein schlechtes Niveau hatte wie die jetzige", sagt ein KURIER-Leser, und man ist zunächst einmal geneigt zuzustimmen: Wo bitte ist die dringend nötige Erhöhung des Pensionsantrittsalters samt Anreizen für längeres Arbeiten? Was geschieht gegen die schleichende Privatisierung der Gesundheitskosten, was gegen das Verfehlen einfachster Bildungsziele? Woran scheitert der Leitungsausbau für die Ökoenergie, und warum ist die Arbeitsmarktreform blockiert? In der Gesundheitspolitik macht die seit 100 Jahren bekannte Aufsplitterung der Kompetenzen Reformen schier unmöglich. Beim Thema Arbeitsmarkt muss der Druck wohl noch stärker werden. Die fehlenden Stromnetze kosten uns tatsächlich Milliarden. Und manches wagt die Koalition nicht, oder sie ist uneinig.

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