Terror gegen Israel - Die andere Wange hinhalten?

Terror gegen Israel - Die andere Wange hinhalten?
Wer Israel für die Härte rügt, mit der es gegen die Hamas zurückschlägt, muss erklären, wie es sonst überleben soll.
Andreas Schwarz

Andreas Schwarz

Gestatten Sie mir ausnahmsweise einen sehr persönlichen Einstieg an dieser Stelle: Ich durfte Israel in den vergangenen Jahrzehnten Dutzende Male bereisen. An der Seite von Politikern, vom legendären Vranitzky-Besuch samt Schuldbekenntnis bis zu Kurz-Reisen samt Umarmungen für Benjamin Netanjahu. Auf eigene Faust, für Gespräche mit Schimon Peres bis Ari Rath. Ich habe das Bemühen Israels erlebt, als Volk zu leben und zu überleben inmitten einer tödlich-feindlich gesinnten Umgebung. Die trotzig-unerschütterliche Lebensfreude und die Lebensangst, den Stolz und die Fehler dabei.

Und ich habe die Hoffnungslosigkeit der Palästinenser gesehen, im Westjordanland, im Gazastreifen, nicht nur bei Besuchen bei Jassir Arafat und, immer noch, Mahmud Abbas. Den Zorn, ja den Hass gegen „die da“ in Israel, die „uns“ die Lebensfreude nehmen, die Lebensangst machen, aber den Stolz nicht brechen können – und Fehler? Welche Fehler?

Jahrzehntelang lautete die Spitzenmeldung der Welt-Nachrichten: „Wieder keine Fortschritte im Nahost-Friedensprozess“. Gemeint war die Palästinenser-Frage.

Nichts rechtfertigt das

Und dennoch: Nichts, absolut nichts rechtfertigt auch nur ansatzweise das, was seit einer Woche über Israel hereingebrochen ist. Und nichts, absolut nichts hat nur ansatzweise mit dem zu tun, was Sympathisanten auf dem Stephansplatz oder anderswo skandieren: Die Hamas und wir, wir kämpfen nur für unsere Rechte, und das werft ihr uns vor?

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