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Meinung
08/12/2019

Dem Krieg der Worte folgen nun leider Taten

In sozialen Medien kocht die Stimmung hoch, der Brandanschlag ist wohl die logische Fortsetzung.

von Dominik Schreiber

Richtung Wahltermin verschärfen sich die Worte. Von aggressiven Parteiaussendungen bis hochkochenden Twitter-Empörungen ist derzeit alles dabei. Dass ein FPÖ-Politiker nun indirekt SPÖ, Grüne und SOS-Mitmensch für den Brandanschlag mitverantwortlich macht, ist völlig daneben. Um nichts besser ist es, den Angriff mit Molotowcocktails als Lausbubenstreich abzutun oder zu meinen, das geschehe dieser Partei schon recht.

Gezündelt wird mit Worten derzeit auf allen Seiten. Wer nicht der Meinung des jeweils anderen ist, wird auf sozialen Medien sofort zum „Nazi“ oder „Linken“ abgestempelt.

Diese Eskalation gab es im grausigen Wahlkampf um die Bundespräsidentschaft und jetzt passiert das schon wieder. Zwar ist noch unklar, wer oder was hinter der Tat steckt, aber es ist wohl die logische Fortsetzung der aufgeheizten Stimmung.

Fest steht vor allem eines: Der Anschlag wird vor allem der FPÖ nützen, die sich in ihrer Opferrolle bestärkt sieht. Schließlich passierte der Angriff genau dort, wo Herbert Kickl der Spitzenkandidat ist.

Symbolträchtiger geht es kaum.

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