Nach Eierwurf: Serbische Menschenrechtlerin muss ins Gefängnis

Nach Eierwurf: Serbische Menschenrechtlerin muss ins Gefängnis
Das Ereignis liegt fast drei Jahre zurück. 2021 hatte Aida Corovic ein Graffiti von Ratko Mladic mit Eiern beworfen. Nun muss sie ins Gefängnis.

Die serbische Menschenrechtlerin Aida Corovic muss für sechzig Tage ins Gefängnis.

Den Anlass lieferte laut Medienberichten vom Donnerstag ein fast drei Jahre zurückliegendes Ereignis. 

Anlässlich des internationalen Tages gegen Faschismus hatte Corovic im November 2021 nämlich mit Eiern eine Abbildung von Ratko Mladic, dem einstigen Militärchef der bosnischen Serben, an einem Wohngebäude im Stadtzentrum Belgrads beworfen.

Weil sie die Geldstrafe nicht zahlte, muss sie ins Gefängnis

Wegen angeblichen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung war Corovic im vergangenen Dezember rechtskräftig zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Dinar (ungefähr 850 Euro) verurteilt worden. 

Sie ließ sogleich wissen, dass sie nicht gedenke, die Geldstrafe zu bezahlen. Nun wurde diese in eine Gefängnisstrafe umgewandelt.

Mladic war 2021 vor dem Haager UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien wegen Völkermordes in Srebrenica und anderer Kriegsverbrechen während des Bosnien-Krieges (1992-1995) rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

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