Neue Geräte für alte Geheimnisse
Vielleicht erinnern wir uns zuerst einmal zurück: Im vergangenen Sommer schworen zwei Elfjährige Stein und Bein, in der Drau ein Krokodil gesehen zu haben. Es habe sich ihren am Ufer liegenden Kleidern genähert und in die rosaroten Crocs gebissen, ehe es auf Nimmerwiedersehen verschwand. Die Aufregung war groß: Ein Krokodil in einem heimischen Fluss? „Wenn wir da das neue Labor schon gehabt hätten, wären die Analysen viel schneller gegangen“, sagt Elisabeth Haring. Sie war es, die damals auf den Kinderschuhen nach Krokodil-DNA suchte und heute die Direktorin der neuen Zentralen Forschungslaboratorien des Naturhistorischen Museums Wien NHM ist.
Adäquate Ausstattung
„Das NHM Wien ist eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs. Daher ist es unbedingt notwendig, dass die Ausstattung adäquat und die Gerätschaften ‚state of the art‘ sind“, sagt Köberl. „Der Austausch des Geräte-Fuhrparks war höchst an der Zeit“. Schließlich verwende auch niemand einen 35 Jahre alten Fernseher.
Das Geld für die neuen Geräte – 1,57 Millionen Euro – kommt vom Kulturministerium (BMUKK). Warum man das Geld zur Verfügung gestellt hat, begründet die zuständige Ministerin, Claudia Schmid, so: „Es gibt so viele Geheimnisse in Museen, Geheimnisse, die in Erkenntnisse verwandelt werden können. Doch dazu braucht es moderne Infrastruktur.“
Ein Gerät für viele
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