World Happiness Report: Österreicher liegen auf Platz 13
Lässt sich das Glück dieser Welt messen? Wissenschaftler der renommierten Columbia-Universität (USA) sind davon überzeugt. Zum dritten Mal haben sie im Auftrag der UNO analysiert, wo die Menschen am glücklichsten sind, und ihre Erkenntnisse im World Happiness Report zusammengefasst. Sechs Faktoren sollen das Glück messen. Entscheidend sind dabei vor allem die soziale Einbindung – also Menschen, auf die man sich verlassen kann –, Einkommen und die Lebenserwartung. Wenig verwunderlich: Die Schweiz schneidet am besten ab und hat heuer Dänemark den Spitzenplatz abgenommen. Naheliegend ist auch, dass in den Top Ten sieben kleine europäische Staaten wie Finnland oder Norwegen zu finden sind. Österreich, das es 2013 noch auf Platz 8 schaffte, muss sich heuer mit Rang 13 von 158 Staaten zufrieden geben: Raunzen auf weiterhin hohem Niveau. Die Initiative für den UN-Glücksreport kam aus Bhutan, das in seinem Land nicht nur den materiellen Wohlstand misst, sondern auch jährlich ein Bruttonationalglück ermittelt. Das Ziel des UNO-Reports: Die Staaten sollen mit den vorhandenen Daten Grundlagen schaffen, um die Menschen glücklicher machen.
Menschen wollen gestalten
Ob sich jemand wohl fühlt, hängt dabei nur bedingt von der wirtschaftlichen Situation ab. Das hat die globale Rezession gezeigt. In Staaten, in denen die Menschen ein großes Vertrauen in Institutionen und in die Gemeinschaft haben, meistern die Einwohner Krisen besser. Nur logisch, dass Griechenland, wo die Wirtschaftsprognosen düster sind, und Korruption zum Alltag gehört, heuer im Ranking am stärksten abgestürzt ist. Aber wurde in der Studie wirklich Glück gemessen? Oder vielleicht doch nur die Zufriedenheit? Die Frage bleibt eine philosophische, die jeder für sich beantworten muss. Für die Österreicher sind vor allem Gesundheit, aber auch Freunde und Familie wichtige Glücksfaktoren. Die Studienautoren sehen das ähnlich: „Nicht Geld allein, sondern auch Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gesundheit machen ein glückliches Leben aus. Man könne Glück von klein auf lernen, lautet ihre Schlussfolgerung. „Wir müssen in die Kinder investieren, sodass aus ihnen unabhängige, produktive und glückliche Erwachsene werden, die sozial und wirtschaftlich ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten.“
Sieben der zehn glücklichsten Länder liegen in Westeuropa, zeigte das Ranking:
1. Schweiz
2. Dänemark
3. Island
4. Norwegen
5. Kanada
6. Finnland
7. Niederlande
8. Schweden
9. Neuseeland
10. Australien
Erst auf Platz 13 liegt Österreich, obwohl Wien in den Bewertungen der lebenswertesten Städte immer Spitzenplätze einnimmt. Deutschland landet noch weiter hinten auf Platz 26. Bhutan, das das Glück in seiner Verfassung verankert hat, liegt auf Platz 79. Am Ende des Rankings stehen Afghanistan, Ruanda, das Bürgerkriegsland Syrien, Burundi und Togo.
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