Wie Selfie-Sucht die Beziehung zerstören kann

Komplimente und Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken sorgen für Eifersucht und gefährden die Beziehung.
Ein Paar macht ein Selfie in einem Café.

Eine Studie der Florida State University zeigt, dass Menschen mehr Selfies auf Instagram posten, wenn sie mit ihrem Körperbild zufrieden sind. Sie gaben auch an, dass sie dadurch mehr Konflikte mit ihrem Partner haben. Die Gründe: Eifersucht, da der Partner viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und Komplimente anderer bekommt.

Die Forscher um Jessica Ridgway and Russell Clayton vermuten, dass sich eifersüchtige Partner bedroht fühlen und dazu tendieren, den Account des Partners zu durchforsten und zu kontrollieren. Das belaste auf Dauer die Beziehung und führe zu Streit, Betrug und letztlich zum Ende der Beziehungs.

Ein weiterer Faktor, der die Partnerschaft gefährde, sei das exhibitonistische Verhalten der Selfie-Poster. Ihre Partner beschwerten sich über fehlende Privatsphäre und mangelnde emotionale Unterstützung. Mitunter ein Grund, warum sie sich aus der Beziehung verabschieden ist, dass die Selfie-Poster in ihren Augen Narzissten sind. Das belegen übrigens andere Studien: An der Ohio State University fand man heraus, dass dass Männer, die besonders viele Selfies von sich in sozialen Medien wie Instagram oder Facebook posten, eher zu Narzissmus neigten als solche, die verhalten mit dem Thema umgehen.

Das Team um Studienleiter Jesse Fox bezeichnete sie als eher asozial und psychopathisch veranlagt. Zudem neigten jene Männer, die die Fotos vor Veröffentlichung bearbeiten zu einer gestörten Selbstwahrnehmung, in deren Rahmen das Aussehen einer zentrale Rolle spielt. Die Forscher betonten aber auch, dass nicht alle Männer, die viele Selfies posten, Psychopathen oder Narzissten wären. Bei Narzissten handelt es sich um Menschen, die sich klüger, interessanter und attraktiver finden als andere. Im Innersten wären sie aber stark verunsichert.

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