Leben
30.03.2018

Wie man am besten mit peinlichen Situationen umgeht

Laut einer Studie kann es in einem peinlichen Moment helfen, eine beobachtende Position einzunehmen.

Wenn einem vor einer größeren Menschenmenge unabsichtlich ein Furz auskommt oder man über die Treppen stolpert, findet man sich plötzlich in einer peinlichen Situation wieder. Forscher aus den USA haben an der Carnegie Mellon University unter der Studienleiterin Li Jiang untersucht, wie man mit einer solchen am besten umgeht. Hilfreich soll das vor allem für Personen sein, die große Angst davor haben, in eine peinliche Situation zu geraten.

Im Fachblatt Motivation and Emotion haben die Forscher nun ihr Ergebnis veröffentlicht. Sie haben herausgefunden, dass mentales Training dabei helfen kann, unangenehme Gefühle zu überwinden. Der Schlüssel dabei sei, sich in die Rolle eines Beobachters zu versetzen. Insgesamt hat Li Jiang drei Experimente durchgeführt, um das Schamgefühl in unterschiedlichen Situationen besser einschätzen zu können. Für diese wurden Studenten herangezogen, die sich verschiedene Videos ansehen mussten. Im ersten Video war ein Teilnehmer zu sehen, der unabsichtlich bei einem Yoga-Kurs pupste, im zweiten ließ sich eine Person auf sexuell übertragbare Krankheiten untersuchen. Das dritte Video zeigte einen Mann, der bei einem Date pupste.

Rolle des Beobachters

Die Forscher fanden heraus, dass bereits das Ansehen von solchen Szenen Scham in uns hervorruft. Vor allem bei Menschen, die sonst sehr selbstbewusst auftreten. Darum empfiehlt Li Jiang in einer solchen Situation eine beobachtende Position einzunehmen, weil Außenstehende nicht so peinlich berührt sind wie Personen, der gerade etwas Unangenehmes passiert. Dieses Verhalten könne auf längere Frist trainiert werden.