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freizeit Leben, Liebe & Sex
12/05/2011

Wenn Träume sichtbar werden

Wissenschaftler rekonstruieren, was unser Gehirn sieht, wenn wir einen Film anschauen. Ähnliches soll auch mit Träumen möglich sein.

Wir alle erinnern uns an den Film, den wir gestern gesehen haben. Wie aber sieht das, was wir darüber im Gehirn gespeichert haben, für Aussenstehende aus? Wissenschaftler der Universität Berkeley haben jetzt in unserem Gehirn gespeicherte Bilder rekonstruiert, berichten io9.com und das Berkeley News Center. Mit der sogenannten "functional Magnetic Resonance Imaging" (fMRI)- Software ist es möglich, das, was unser Gehirn sieht, wenn wir einen Film anschauen, visuell zu repräsentieren.

Die von den Wissenschaftlern gemessenen Zerebralaktivitäten müssen vom Computer quasi erlernt werden, sodass dieser weiß, welches Video welchen Bereich im Gehirn aktiviert. Danach wird der Computer mit Videomaterial gefüttert und er rekonstruiert einen eigenen Film auf Basis des Gelernten.

Zum Nutzen der Medizin

"Was das Rekonstruieren interner Bilder betrifft, ist das ein großer Schritt nach vorn," so Professor Jack Gallant, Neurowissenschaftler an der UC Berkeley und Co-Autor der Studie, die Mittwoch im Journal Current Biology präsentiert wurde.

Allerdings funktioniert die Methode vorerst nur mit gerade Gesehenem und ist noch weit davon entfernt, das Gedankenlesen, wie man es aus Science-Fiction-Filmen kennt, zu erlauben. Die Wissenschaft arbeitet aber daran, das Rekonstruieren von Träumen möglich zu machen. Das hätte zur Folge, dass man beispielsweise mit Komapatienten oder Personen mit neurologischen Krankheiten kommunizieren könnte.

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