Weltall-Fotos aus dem Bierkühler

Texaner ließ seine Nikon D300S an einem Helium-Ballon fantastische Bilder von der Erdkrümmung schießen.

Um Fotos aus einer Höhe zu schießen, in der man die Erdkrümmung sieht und sich im Weltall wähnt, bedarf es offenbar viel weniger, als man denkt. Der Texaner Erich Leeth hat seine Nikon D300S Spiegelreflexkamera nun für kurze Zeit in 30 Kilometer Höhe befördert. Sie brachte fantastische Bilder mit zurück zur Erde. Zusammen mit seinem Freund Terry Presley startete Leeth das Unternehmen "Cygnus Project". Ein Styropor-Bierkühler aus dem Supermarkt als Gehäuse und ein Wetterballon waren die wichtigsten Zutaten dafür. Gestartet wurde bei Sonne und viel Wind von einem Feld (siehe Video im Link unten). Das Kamera-Objektiv wurde mit einer Plexiglasscheibe geschützt. Hier eines der ersten Bilder kurz nach dem Liftoff. Die Gegend rund um die Stadt Lubbock im Nordwesten von Texas ist von kreisförmigen Rieselfeldern geprägt,... ...die man auch aus großer Höhe klar erkennen kann. Hier kommt die Atmosphäre als helle Schicht zwischen Land und dunklem Weltraum klar zur Geltung. In kälteren Luftschichten begann schließlich die Kamera-Abdeckung zu vereisen, was laut Leeth einen Großteil aller Aufnahmen unbrauchbar machte. Die gigantischen Felder auf der Erdoberfläche sind aus 30 Kilometern Höhe nur noch kleine Punkte. Nach ungefähr zwei Stunden erreicht der Ballon eine Höhe, in der das selbstgebastelte Kamera-Gehäuse abgeworfen wird. An einem Fallschirm reist die Kamera zurück zur Erde. Am 2. November wollen Leeth und Presley einen zweiten Flug starten. Das Vereisungs-Problem soll dabei beseitigt sein. Auf einer eigenen Facebook-Seite kann man die Erfolge von "Cygnus II" mitverfolgen (Link unten).
(KURIER.at / dav) Erstellt am
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