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Leben
01/26/2019

WaterRower im Test: Rudern wie in freier Wildbahn

Wie sich Rudern mit Wassertank anfühlt und warum das meditativ wirkt. Mit Video!

von Laila Daneshmandi

Man möchte meinen, es gibt kaum ein langweiligeres Gerät als die Rudermaschine. In Fitnessstudios findet man es meistens verwaist in einer Ecke. Das Training damit fühlt sich meist an, als würde man einen Rasenmäher anwerfen: bei Zug heult das Gerät auf, um danach wie ein Ballon zu klingen, dem die Luft ausgeht. Nach spätestens 10 Minuten wird’s sehr fad. An Gruppenkurse mit dem Ding ist da gar nicht erst zu denken.

Da spielt der WaterRower in einer ganz anderen Liga: Abgesehen davon, dass er aus wertigem Holz gefertigt ist, das gleich die Assoziation zu einem Boot weckt, funktioniert der WaterRower mit einem Wassertank. Man rudert also tatsächlich gegen Wasserwiderstand. Dementsprechend ist auch nirgends die Trainingsintensität einzustellen – wie beim echten Rudern gilt: Je stärker man zieht, desto stärker wird der Widerstand. Das Beste daran ist aber der Klang: kein Heulen oder Surren, sondern angenehmes Plätschern.

Im New Wave Gym gibt es als Abwechslung zum klassischen Spinning-Kurs auf Rädern jetzt einen Indoor Rowing Kurs, in dem man 40 Minuten in der Gruppe auf diesen Geräten rudert (18 €/Einheit, www.newwavegym.at). Bevor es losgeht, erklärt der Trainer aber noch, wie man richtig rudert – eine schlechte Körperhaltung kann sonst unangenehme Folge für Rücken oder Schultern haben. Und siehe da: da macht sich das Training nicht nur im Oberkörper bemerkbar, sondern auch in den Beinen.

Fad wird uns dabei sicher nicht: Neben Intervall-Rudern gibt’s zwischendurch Körpergewichtsübungen mit Liegestütz oder etwa Ausfallschritten. Und beim kollektiven Plätschern driften mitunter auch die Gedanken ab und man findet sich geistig die Alte Donau entlang rudern.

Den WaterRower kann man übrigens auch für daheim mieten (ab ca. 19€/Woche, Infos unter www.nohrd.com).

Fazit:

Für feinsinnige Ruderer und alle, die nach Abwechslung zum Indoor Radeln suchen. Die Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining macht es zu einem guten Workout für den ganzen Körper.

laila.daneshmandi@kurier.at