Vogue-England-Chefin schimpft über Mütter in Karenz

Alexandra Shulman, die Chefredakteurin der britischen Vogue, war selbst vier Monate nach der Geburt zurück im Büro.
Victoria Beckham mit anderen Frauen bei einer Veranstaltung.

Das würde sich kein Mann trauen: Die Chefredakteurin der britischen Vogue, Alexandra Shulman, ärgert sich in einem Interview mit der Times über "Mütter, die ein Jahr in Karenz gehen und danach wieder schwanger werden" und bezeichnet das als "frustrierend für das Unternehmen". Shulman prägt seit 23 Jahren die britische Vogue und war bereits vier Monate nach der Geburt ihres Sohnes wieder im Büro.

Den Job könne man nicht "in Aspik legen", warnt die Mutter eines 20-jährigen Sohnes: "Frauen müssen sich dessen bewusst sein, dass der Büroalltag weitergeht."

Auch über ein anderes Angebot für familienfreundliches Arbeiten lässt sie sich aus: "Homeoffice kann Arbeiten im Büro nicht ersetzen", so die 57-Jährige. Es belaste nur die Kollegen. Schon vor zwei Jahren hatte sie ihre provokanten Meinung in einer Kolumne im britischen Guardian ausführlich dargestellt, damals hatte es aber weniger Wellen geschlagen. "Nennt mich altmodisch, unflexibel oder nicht vertraut mit den Entwicklungen der Telekommunikation. Aber wenn ich ins Büro gehe, möchte ich mein Team um mich haben. Wenn ich gar nicht bemerke, ob jemand da ist oder nicht - dann ist die Zeit, sich Sorgen zu machen."

Prinz Charles in einem Smoking mit zwei Damen auf einem roten Teppich.
HRH THE PRINCE OF WALESand CAMILLA PARKER BOWLESwith Right: ALEXANDRA SHULMANEditor, Vogue Magazine11.06.2001, ' PHOTO PRESS SERVICE Vienna
Sofort brach ein Shitstorm über sie herein. Die bekannte britische Mütter-WebsiteNetmums konterte mit einer Statistik: Frauen arbeiten im Durchschnitt nach sechs Jahren wieder, das zweite Kind kommt 3 Jahre und acht Monate nach dem ersten."

"Ich kaufe die britische Vogue nie wieder"

Auch auf Twitter ärgern sich Mütter über die Chefin des Frauen-Magazins:

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