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Leben
06/14/2019

Verliebt dank Verbrechens: Ungewöhnliche Liebesgeschichte erobert das Netz

Auf Twitter erinnert sich ein Autor an die Anfänge seiner Beziehung. Über eine halbe Million Menschen haben seine Postings bisher gelikt.

Die große Liebe durch eine schicksalhafte Begegnung finden – davon träumen viele Singles. Passiert ist genau das einem britischen Autor. Seine Geschichte teilte er kürzlich auf Twitter.

Zu Beginn seiner Schilderungen, die sich über mehrere Tweets ziehen, steht ein trauriger Vorfall: der Tod seines Vaters. "Mein Vater starb. Klassischer Start einer witzigen Geschichte", schreibt der Brite Matt alias "sixthformpoet" mit einem Augenzwinkern auf seinem Account. "Aber keine Sorge, es wird noch witziger", schießt er hinterher.

Eins gleich vorweg: Er hält Wort.

Blumen für Fremden

Beerdigt wurde Matts Vater in einem kleinen Ort nahe der Grafschaft Sussex. "Ich stand meinen Vater wirklich nahe, also habe ich sein Grab oft besucht. Und tue das immer noch", erinnert er sich.

Bei seinen Besuchen am Friedhof habe er immer frische Blumen mitgenommen, wie auch seine Mutter und seinen Großeltern. Entsprechend bunt und gepflegt sah das Grab seines verstorbenen Vaters aus.

Im Gegenteil zum Nachbargrab: eine verlassene Ruhestätte. Aus Mitleid begann Matt auch für das Grab des ihm unbekannten Mannes Blumen zu besorgen. "Ich habe angefangen, Blumen für einen verstorbenen Mann zu kaufen, den ich niemals getroffen habe."

Eine Weile lang tat es dies im Geheimen und machte sich nicht weiter Gedanken über die Identität des Mannes. Irgendwann überkam ihn die Neugier.

Tragische Entdeckung

Er googelte den Namen des Verstorbenen. Und fand Erschreckendes heraus: Der Tote war ein Mörder. "Seine Frau hat ihm nie Blumen dagelassen, weil er sie umgebracht hatte. An Weihnachten. Und nachdem er auch ihre Familie umgebracht hatte, sprang er vor einen Zug", fasst Matt seine Nachforschungen zusammen.

Weil er sich für sein Verhalten schämte, suchte er auch die Gräber der anderen Toten auf, um ihnen einmalig die Ehre zu erweisen. Als er sich dort symbolisch für sein Verhalten entschuldigte, gesellte sich eine Frau zu ihm. "Sie wollte wisse, wer ich war und warum ich Blumen am Grab ihrer Tante und Großeltern hinterließ."

Happy End

Sie warten auf die Pointe? Bitte sehr: "Ich erklärte es ihr und sie sagte 'Okay, das ist komisch, aber ziemlich süß'. Ich sagte danke, und ja, es ist ein bisschen komisch, aber ich fragte sie, ob sie etwas mit mir trinken gehen wollen würde. Unglaublicherweise sagte sie ja. Zwei Jahre später sagte sie wieder ja, als ich sie bat, mich zu heiraten. Weil ich auf diese Weise meine Frau kennengelernt habe."