Was Männer denken, wenn sie ihr Date "unattraktiv" finden

Viele sind enttäuscht, wenn das Profilbild auf Tinder nicht der Realität entspricht.
Eine Frau und ein Mann unterhalten sich lächelnd gegenüber sitzend.

Eine neue Studie enthüllt Fragwürdiges über männliche Tinder-Nutzer: Diese glauben, dass sie das Recht haben, mit einer Frau alles zu machen - wenn sie in natura unattraktiver ist als auf ihrem Profilbild. Lockerer Sex diene als Wiedergutmachung für die "Verletzung des Vertrauens".

Für die Studie der Manchester Metropolitan University (Großbritannien) wurden Männer in Manchester und Cheshire gefragt. Viele Teilnehmer fühlen sich demnach im Stich gelassen, wenn sie eine Frau treffen und das Gefühl haben, dass die optische Darstellung im Netz nicht der Realität entspricht, erklärte die Studienleiterin Jenny van Hooff. "Manche unserer Befragten fanden, dass der Vertrauensbruch eine Lizenz sei, mit dem Date zu machen, was sie wollen. Das heißt: Intimität schnell erhöhen und zur selben Zeit untergraben."

Enttäuschung

Ein 29-Jähriger erzählte ihr: "Ich wurde schon oft von Fotos in die Irre geführt. Die Frauen waren nicht so attraktiv, schlank oder sportlich wie auf ihren Fotos. Wenn es möglich ist, versuche ich, rechtzeitig auszubrechen, oder sonst etwas herauszuholen." Ein anderer sagte: "Es ist normal, dass Menschen einander ausnützen. Tinder hat das noch einfacher gemacht."

Durch die ständige Selbstoptimierung in sozialen Netzwerken bleibt die Romantik oft auf der Strecke, resümiert van Hooff. "Jeder glaubt von sich selbst, dass er ehrlich ist, wenn er die bestmögliche Version seiner selbst präsentiert. Wenn das Foto nicht ganz der Realität entspricht, sind jedoch viele Nutzer enttäuscht."

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