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Volles Risiko
12/17/2015

Website finanziert Hochzeiten - unter einer Bedingung

Ein Start-up aus den USA sorgt mit einer ungewöhnlichen Idee für Aufregung.

Eine Band, eine Location, Essen für 100 Gäste, Ringe, Brautkleid und Anzug: Eine Hochzeit kann ganz schön teuer werden. Viele Paare möchten dennoch nicht auf das kostspielige Spektakel verzichten. Sie könnten sich schon bald an SwanLuv wenden - das Start-up aus Seattle möchte in zwei Monaten mit einer ungewöhnlichen Idee an den Start gehen: Die Website steuert bis zu 10.000 US-Dollar zur Hochzeit eines Paares bei - jedoch, man ahnt es bereits, die Sache hat einen Haken.

Das Geld für die Traumhochzeit stammt nämlich zum Teil von geschiedenen Paaren. Ja, richtig gelesen. Jene Vermählten, die in einander doch nicht die ewige Liebe gefunden haben und sich scheiden lassen, müssen das Geld, das sie zuvor von SwanLuv bekommen haben, wieder zurückzahlen. Verliebte wetten also quasi auf ihre Zukunft - oder, wie es CEO Scott Avy beschreibt: SwanLuv ist ein "Casino für Ehen".

Auswahl mittels Algorithmus

Kritik an ihrem System lassen die Macher nicht gelten: "100 Prozent des Geldes, das von geschiedenen Mitgliedern stammt, wird für die Traumhochzeiten von anderen Paaren verwendet. SwanLuv erhält den Traum am Leben", heißt es auf der Website. Wie genau entschieden wird, welche Bewerber die 10.000 Dollar erhalten, wollen die Geschäftsführer nicht verraten - nur, dass die Auswahl mithilfe eines bestimmten Algorithmus getroffen wird. Zusätzlich zu den Scheidungserträgen will sich SwanLuv mit Werbeeinschaltungen finanzieren.

Viele Paare würden sich wohl gegen den "Kredit" entscheiden, sagte Scott Avy dem Online-Magazin GeekWire. "Selbst dann könnte es aber dazu führen, dass sie sich eine wichtige Frage stellen: 'Sollten wir überhaupt heiraten, wenn wir nicht bereit sind, zu unterschreiben?'" Es werde außerdem eine Klausel geben, die sicherstellt, dass im Falle einer Scheidung wegen Betrugs oder Gewalt nur ein Partner für das Geld aufkommen muss. Auch eine gratis Eheberatung wolle man den Paaren bieten, bevor die Ehe vor dem Richter zu Ende geht und damit eine andere Traumhochzeit finanziert wird. Die erste Auszahlung soll übrigens im Februar stattfinden - rechtzeitig zum Valentinstag.

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