Surferin Silvana Lima: Nicht scharf genug für Sponsoren?
Nicht wegen ihres mangelnden Talents, sondern aufgrund ihres Äußeren wurden der 31-Jährigen offenbar mehrfach Sponsorverträge verwehrt. Im Interview mit der BBC berichtet die Sportlerin über die Ungerechtigkeit des Business. "Die Marken, die Surfer-Kleidung vertreiben wollen, dass Frauen Surferinnen und Models sind. Wenn man also nicht wie ein Model aussieht, dann hat man am Ende keinen Sponsor. Genau das ist mir passiert", so Lima. In den ersten dreizehn Jahren ihrer Karriere konnte die heute 31-Jährige demnach keine Verträge an Land ziehen. "Man wird ausgeschlossen, weggeworfen", so Lima. Aufhalten ließ sich die junge Frau davon nicht.
Steile Karriere - mit Hindernissen
Im Alter von sieben Jahren stieg Lima zum ersten Mal aufs Brett. In den folgenden 23 Jahren belegte sie unter anderem zwei Mal den zweiten Platz bei der ASP World Tour, den Meisterschaften im Wellenreiten. Bis heute gilt sie als Brasiliens beste Surferin. Zunächst musste sich die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Sportlerin die Reisen zu den Surf-Bewerben mit ihren Einkünften aus einer Hundezucht finanzieren. Einen zahlungskräftigen Investor konnte sie nicht auftreiben. "Ich sah nicht aus wie ein Model. Ich war kein Surfer-Babe", so die 31-Jährige. Von Selbstzweifeln lässt sich Lima bis heute nicht zerfressen: "Ich kann mir die Haare färben, mir die Brüste vergrößern lassen und blaue Kontaktlinsen tragen. Aber das wäre nicht ich", so Lima.
Nachdem ihre Erfolge für sich zu sprechen begannen, wurden ihr schließlich auch Sponsor-Möglichkeiten eröffnet. Mittlerweile arbeitet sie laut eigenen Angaben eng mit einer großen Marke zusammen, die sie und ihre sportliche Laufbahn unterstützt.
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