Wie Alter und Geschlecht unsere Kontakte beeinflussen

Eine finnische Studie enthüllt, in welchem Alter wir sozial am aktivsten sind.
Ein älteres Paar schaut gemeinsam auf ein Smartphone am Tisch.

Für die Studie analysierten Wissenschaftler von der Aalto University und der University of Oxford anonyme Telefonaufzeichnungen sowie Informationen zu Alter und Geschlecht von drei Millionen Handy-Nutzern eines europäischen Landes. Die Ergebnisse:

  • Junge Männer sind mehr vernetzt als junge Frauen. Die Kommunikationsgewohnheiten beider Geschlechter ändern sich, wenn sie älter werden, stellt Wissenschaftler Kunal Bhattacharya vom Institut für Computer Science an der Aalto University ( Helsinki) fest.
  • Im Alter von 25 Jahren haben beide Geschlechter das Maximum an sozialen Kontakten erreicht. Während Männer viele lockere Beziehungen pflegen, scheinen Frauen mehr auf ihren Liebespartner fokussiert zu sein, erklärt Bhattacharya. Nach 25 beginnt der soziale Kreis zu schrumpfen, bis er sich in den späten 40ern stabilisiert. Nach 60 beginnt der Verfall erneut, alte Menschen scheinen sozial eher isoliert zu leben.
  • Ab den späten 30ern sind Frauen mehr vernetzt als Männer. In diesem Alter heiraten die meisten Menschen, werden sesshaft und bekommen Kinder. Ihre Rolle als Eltern und Großeltern sei der entscheidende Punkt für die Kommunikationsgewohnheiten von Frauen, fügt Bhattacharya hinzu.
  • Von den späten 40ern bis zu den Mitt-60ern ist die Anzahl der sozialen Kontakte stabil. In diesem Alter teilen Menschen die Zeit zwischen verschiedenen familiären Kontakten (Kinder, Eltern, Schwiegereltern) und Freunden auf, resümiert Bhattacharya.

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