Der Weg zum Herzen einer Frau führt durch ihren Magen

Studie: Satte Frauen sind für romantische Reize empfänglicher.
Ein Paar stößt in einem Restaurant mit Rotwein an.

Liebe geht offenbar tatsächlich durch den Magen - auch bei Frauen: "Wer das Herz einer Dame erobern möchte, sollte sie zuerst richtig satt machen", schreibt ein wenig unromantisch das Internetportal trendsderzukunft.de - aber es bringt damit das Ergebnis einer neue Studie auf den Punkt. Forscher der Drexel University im US-Bundesstaat Pennsylvania haben erstmals nachgewiesen, dass bestimmte Gehirnareale bei satten Frauen stärker auf romantische Bilder reagierten als bei hungrigen Frauen. Die Studie wurde im Fachjournal Appetite veröffentlicht.

"Wir haben herausgefunden, dass Frauen auf das Betrachten von romantischen Bildern mit einer größeren Aktivität in Belohnungszentren des Gehirns reagierten,wenn sie gerade etwas gegessen hatten als wenn sie hungrig waren", so die Erstautorin Alice Ely im News Blog ihrer Universität. Und zwar unabhängig davon, ob sie davor jemals eine Diät gemacht hatten oder nicht. 20 Frauen nahmen an der Studie teil.

Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu früheren Untersuchungen, die - allerdings in anderen Bereichen - das genaue Gegenteil gezeigt hatten: Da reagierten die Belohnungszentren im Gehirn auf Geld, berauschende Substanzen und Essen stärker im hungrigen Zustand.

Essen und Sex im Hirn vernetzt

"Aber in unserer Studie war es genau umgekehrt", sagt Ely. "Unsere Ergebnisse zeigten, dass Essen junge Frauen auf Belohnungen jenseits des Kulinarischen sensitiviert. Und sie unterstützen die Theorie einer Vernetzung der Gehirnbereiche, die auf Essen und Sex reagieren."

In einer früheren Studie konnten die Forscher zeigen, dass Frauen, die bereits Diäten gemacht hatten, stärker auf Lebensmittelreize wie etwa einen Schokokuchen reagierten im Vergleich zu Frauen, die noch nie einen derartigen Versuch zur Gewichtskongrolle unternommen hatten.

In der jetzigen Studie reagierten sowohl Frauen mit als auch ohne Diät-Erfahrung auf die romantischen Bilder. Die Frauen mit Diät-Erfahrung reagierten allerdings stärker - so stark wie in der früheren Studie auf für sie verführerische Lebensmittel. Dies legt laut den Studienautoren den Zusammenhang der neuronalen Netzwerke für Essen und Sex nahe.

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