Stan & Olli in love: Neues Glück für schwule Pinguine
Ein Happy End gibt es für die zwei schwulen Königspinguine Stan und Olli aus Berlin: Sie dürfen das Europäische Erhaltungsprogramm verlassen und können sich in Zukunft nur noch einander widmen. Den Druck, sich mit einem Weibchen fortzuplanzen, haben sie jetzt nicht mehr.
Aber wie erkannten die Forscher ihre homosexuelle Neigung? "Wenn es an die Balz ging, haben die beiden nur miteinander gebalzt. Und sie haben nie gebrütet", so Zoo-Sprecherin Christiane Reiss.
Im Hamburger Zoo Hagenbeck bekommen sie neue Namen, die besser zu ihnen passen: Kalle und Gobi. Dort finden sie auch Gleichgesinnte: Die Humboldt-Pinguine Juan und Carlos leben bereits als Pärchen in Höhle 15.
Schwule Pinguin-Papas in England
Auch andere Tiergärten haben Erfahrung mit Homo-Pinguinen, berichtet der britische Independent. Auch in englischen Kent übernahmen zwei Männchen - Jumbs und Kermit - die Aufzucht eines Baby-Pinguins, als es von seinem biologischen Vater verstoßen wurde. Etwas seltener ist die Anziehung zwischen zwei Pinguininnen: Diese Sensation beobachteten die Pfleger beim ersten irischen Pärchen Penelope und Missy.
Berühmt wurden die beiden New Yorker Pinguine Roy und Silo. Die beiden versuchten im Central Park Zoo einen Stein auszubrüten. Daraufhin gaben ihnen die Pfleger ein fremdes Ei zum Ausbrüten und sie adoptierten die kleine Tango. Als die New York Times darüber berichtete, inspirierte sie die Autoren Justin Richardson und Peter Parnell zu ihrem Kinderbuch "Zwei Papas für Tango". Das unkoventionelle Bilderbuch für Kinder zwischen vier und acht Jahren führte zu einem Skandal in den USA.
Das Glück währte angeblich nicht endlos: Pinguin-Männchen Solo verließ den Lebensgefährten nach Jahren und entdeckte seine Liebe zu den Pinguin-Damen.
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