Schachbrett aus Flüchtlings-Rettungswesten auf Lesbos

Studierende wollen mit dem Projekt auf die Verzweiflung jener Menschen hinweisen, die ihre Küste erreichen.
Eine Gruppe von Menschen posiert auf einem riesigen Schachbrett am Ufer.

Seit Montag, dem 6. Juni, steht am Strand von Mytilene, der Hauptstadt der griechischen Insel Lesbos, ein gigantisches Schachbrett. Dieses und die dazugehörigen Schachfiguren wurden von Studierenden der dort ansässigen Universität der Ägäis kreiert. Als Material für das "Global Chess Board" haben sie ausrangierte Papierunterlagen der Studierenden und Rettungswesten, die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft auf der Insel getragen haben, verwendet.

Lage auf Lesbos

Die Insel ist mit einem massiven Flüchtlingszustrom konfrontiert. Allein im vergangenen Jahr waren über eine halbe Million Flüchtlinge über Lesbos nach Griechenland eingereist. Über 40 Freiwillige, Studierende, Bürger und Professoren waren an der Realisierung des Projekts beteiligt.

Eine Gruppe von Menschen sortiert Schwimmwesten und Schaumstoffteile im Freien.
Eine unfertige Schachfigur steht vor einer Küstenlandschaft.
Große Schachfiguren aus Stein stehen auf einer Terrasse mit Blick auf das Meer.

Zeichen der Solidarität

"Dieses Material dafür zu verwenden, Schach zu spielen, hat einen metaphorischen Grund. Dieser ist, über das Spiel des Lebens dieser verzweifelten Menschen zu sprechen, die unsere Küsten erreichen", sagt Michael Bakas von der Universität zu Mashable.

"Die Universität ist nur 50 Meter vom Strand entfernt und vergangenes Jahr sahen wir täglich Flüchtlinge ankommen. Das hat Solidarität unter den Studierenden und den Menschen, die hier arbeiten, ausgelöst.“

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