Samsung Galaxy Nexus im Test

Android 4.0 bringt einige nützliche Verbesserungen. Display und Gehäuse zeigen jedoch kleine Schwächen.

Das Galaxy Nexus ist nach Nexus One und Nexus S bereits Samsung drittes "Google-Handy". Als erstes Smartphone überhaupt ist das Galaxy Nexus mit Android 4.0 "Ice Cream Sandwich", der neuesten Version von Googles Mobil-Betriebssystem ausgestattet. Die futurezone konnte bereits ein Vorserienmodell des Geräts testen. Mit seiner Größe von 4 Zoll fällt das Galaxy Nexus in die Kategorie der Riesendisplay-Smartphones, die derzeit stark im Trend liegen. Die Bilddarstellung wird dadurch verbessert, Weiß erscheint jedoch beim Test ein wenig gelbstichig. Die Bedienung mit nur einer Hand allerdings nicht. Durch die Display-Größe erreicht man nämlich nicht alle Stellen mit dem Daumen. Das Galaxy Nexus ist 129 Gramm schwer und ziemlich flach. Mit durchschnittlich 8,84 Millimeter liegt es zwischen dem noch flacheren Samsung Galaxy S II (8,49 Millimeter) und dem iPhone 4S (9,3 Millimeter). Legt man die beiden Geräte nebeneinander, sieht man den Schlankheits-Unterschied einerseits,... ...andererseits auch nicht. Betrachtet man die beiden Smartphones von unten... ... zeigt sich die so genannte "Teardrop"-Bauweise des Samsung Galaxy Nexus. Unten ist es dicker, oben dünner. Die beim Gehäuse verwendeten Materialien fühlen sich im futurezone-Test nicht ganz so hochwertig wie beim iPhone 4S an. Das Betriebssystem Android 4.0 hält einige Neuerungen bereit. Nützlich ist etwa der direkte Zugang zur Kamera-Funktion über den Lock-Screen. Andere Funktionen, wie die NFC-Datenübertragung "Android Beam" oder das Entsperren per Gesichtserkennung, konnten aber im Vorserienmodell noch nicht getestet werden. Anrufe können bei Android 4.0 nun mit SMS beantwortet werden. Außerdem kann man nun Screenshots anfertigen und Webseiten offline verfügbar machen. Bei der Erstellung von App-Ordnern hat man wohl ein wenig bei Apple abgeschaut. Zieht man einen Icon über den anderen, wird ein neuer Ordner angelegt. Mit der neuen Schriftart "Roboto" ändert Google das "Feeling" von Android. Auf Widgets wird nun mehr Wert gelegt. Elemente wie Analoguhr, Energiesteuerung, eMail oder Suchbalken können per Drag&Drop auf einen der fünf Homescreens gelegt werden. Das Multitasking funktioniert schnell und flüssig,... ... wohl auch aufgrund des 1,2 GHz Dual-Core-Prozessors, der im Benchmark-Test allerdings noch (evtl. wegen Vorserienmodell) schlechter als der 800 MHz Dual-Core-Chip des iPhone 4S abschneidet. Das Programm für die 5 Megapixel Kamera, die auch Videos in Full HD schießen kann, stürzte beim Test mehrfach ab. Der Akku des Samsung Galaxy Nexus leistet 1750 mAh und ist damit stärker als der des Galaxy S II. Der hochauflösende Bildschirm (1.280 mal 720 Pixel) wird dem Akku aber einiges abverlangen. Langzeitstudien über den Energieverbrauch konnten aber bisher noch nicht durchgeführt werden. Ungewöhnlich ist die Anordnung der Kopfhörer-Buchse an der Geräte-Unterseite, direkt neben dem miniUSB-Anschluss für Datenübertragung und Akku-Aufladen. Durch die Positionierung muss man nun das Smartphone kopfüber in die Hosentasche stecken, wenn das Kabel lang genug bleiben soll.
(futurezone / dav) Erstellt am
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