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12/05/2011

Samsung bezahlt Microsoft für Android

Beide Hersteller öffnen sich gegenseitg Zugang zu ihren Patenten. Google ortet Erpressung seitens Microsoft.

Software-Riese Microsoft und der südkoreanische Hersteller Samsung haben beschlossen, in Sachen Patente neue Wege zu gehen. Die beiden Konzerne öffnen sich gegenseitig den Zugang zu ihren Patenten. Zuvor hat Microsoft schon mit HTC ein solches Abkommen geschlossen.

Als Teil des Deals wird Samsung Lizenzzahlungen für Smartphones und Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android leisten, betonte Microsoft am Mittwoch. Samsung erkenne damit an, "dass Android Patentprobleme hat, die durch Lizenzzahlungen gelöst werden müssen", so der deutsche Patentexperte Florian Müller. Die Südkoreaner wollen an der Weiterentwicklung des Windows-Phone-Betriebssystems mitarbeiten - eine Kampfansage an Google.

Erpressung

Google sieht diesen Zusammenschluss mit Unmut und wirft Microsoft Erpressung vor. "Es ist die selbe Taktik, die wir immer wieder von Microsoft sehen. Da sie es nicht schaffen, im Smartphone-Markt erfolgreich zu sein, greifen sie zu rechtlichen Mitteln, um Gewinne aus der Leistung anderer zu erpressen und das Innovationstempo zu bremsen", hieß es in einer Google-Reaktion am Mittwoch.

Dass Samsung nun für jedes mit Android ausgestattete Smartphone Lizenzzahlungene an Microsoft leisten müsse, würde die Geräte teurer und damit unattraktiver machen. So wolle Microsoft einmal mehr Konkurrenten mit unlauteren Mitteln aus dem Weg räumen. Microsoft beharrt aber auf dem Recht, sein intellektuelles Eigentum zu verteidigen. "Bisher haben wir noch kein einziges Android-Gerät gesehen, dass nicht unsere Patente verletzen würde", sagte Microsoft-Justiziar Brad Smith dem US-Blog All Things Digital.

Schuss ins Knie

Als Reaktion auf die laut Google unfairen Attacken von Mitbewerbern hat das Unternehmen kürzlich angekündigt, für mehr als 12 Milliarden Dollar das Motorola-Mobilfunkgeschäft übernehmen zu wollen. So will Google für weitere Konflikte gerüstet sein. Dieser Schritt könnte sich jedoch als Schuss ins Knie erweisen.
Das US-Justizministerium nimmt nun den geplanten Kauf von Motorla-Mobility seitens Google genauer unter die Lupe. Motorola selbst rechnet weiterhin mit einer Übernahme Ende 2011 oder Anfang 2012.

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