Roboter-Packesel für Afghanistan

US-Armee schickt vier unbemannte SMSS-Roboterfahrzeuge zur Infanterie-Unterstützung ins Krisengebiet.

Das Roboterfahrzeug SMSS (Squad Mission Support System), entwickelt von der US-Rüstungsfirma Lockheed, kann unbemannt per GPS-Wegepunkten vorgegebene Strecken zurücklegen oder Personen aufgrund eines erstellten 3-D-Profils folgen.  Auch ein System für die vorzeitige Erkennung von Hindernissen und das Umfahren von diesen ist mit an Bord. Bisher waren für den Transport von Ausrüstungsgegenständen für die US-Infanterieeinheiten immer bemannte Fahrzeuge von notwendig. In Zukunft soll der SMSS den US-Soldaten ihre manchmal bis zu 50 Kilogramm schwere Ausrüstung abnehmen. Bis zu 500 Kilogramm Ausrüstung kann der SMSS tragen. Sein Eigengewicht beträgt 1,7 Tonnen, angetrieben wird er durch einen Diesel-Motor. Die Reichweite beträgt 125 Meilen oder 200 Kilometer. Auch kurze Strecken durch Flüsse oder andere Gewässer sind für das Roboterfahrzeug kein Problem. Konzipiert wurde der SMSS vor allem für wüstenreiche Regionen, wie zum Beispiel Gebiete in Afghanistan. Genau dort sollen vier Stück der SMSS auch demnächst ihren Dienst antreten. Noch ist die Robotertechnik zu teuer und zu unausgereift für die Massenproduktion. Allerdings hat die Firma Lockheed einen Vertrag mit der US-Armee abgeschlossen, der nach einer weiteren Testphase, einen flächendeckenden Einsatz in den Reihen der US-Armee vorsieht.
(KURIER.at / luc,dav) Erstellt am
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