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Neuer Trend: Deswegen wird Langlaufen mit Kindern immer beliebter

Die Tiroler Region Kaiserwinkl zwischen deutscher Grenze und Kaisergebirge bietet auch abseits der Piste außergewöhnliches Programm – etwa Langlaufen für Kids.

Jeden Tag Ski fahren kann ziemlich anstrengend sein – denken sich Eltern oft im Stillen, schließlich will man die Pisten-Liebe des Nachwuchses nicht brechen. Es braucht also artverwandtes Programm, das ebenfalls Spaß macht. So steigt beharrlich das Interesse an Langlaufen nicht nur im Allgemeinen, sondern im Speziellen auch mit Kindern, sagt Markus Weingartner. Der ehemalige Biathlet betreibt mit seiner Frau Renata das Nordic Center in Kössen – dem Zentrum der Region Kaiserwinkl. „Viele wollen einfach etwas Neues probieren, andere etwas für die Fitness tun. Und es ist natürlich auch viel günstiger“, erklärt er und spricht damit an, was viele beschäftigt: Während ein Skiticket selbst in günstigen Gebieten kaum unter 50 Euro zu haben ist, sind die, teilweise sogar beschneiten, Kaiserwinkl-Loipen gratis zu nutzen.

Info

Anreise
Zug bis Kufstein, dann Bus  zum Kaiserwinkl, ab 4:30 Std., oebb.at

Quartier
Z. B. das schöne „Das Walchsee Aktivresort“ mit neuen „Lakeside“-Suiten, ab 316 € für 
2 Pers. im DZ inkl. HP, Info: daswalchsee.at

127,5 Kilometer „Klassisch“- Loipen (und 126 km Skating) bieten die Kaiserwinkl-Orte Kössen, Walchsee, Schwendt und Rettenschöss, zwei davon „Snowfarming“-gesichert. Ausrüstung, Kurse und Biathlon-Schnuppern unter: nordic-center.com

Auskunft
TVB Kaiserwinkl: kaiserwinkl.com,
Tel. 0501/100

Wenn der – kniegeplagte – Autor dieser Zeilen also seinen Jung-Teenager dazu verleiten will, einmal von den geliebten Alpin-Ski auf dünne Langlauf-Latten umzusteigen, gibt es nicht viel zu verlieren. Das Nordic Center hat umfangreiche Leih-Ausrüstung – was beim Langlaufen wichtig ist, denn der Ski muss perfekt zu Größe, Gewicht, Können und der Technik passen!

Ein Erwachsener zeigt einem Kind auf einer verschneiten Loipe einen Langlaufski, Berge und Häuser im Hintergrund.

Der Profi erklärt dem skeptischen Ski-Teenie die dünnen Latten: In der Mitte des Belages sind „Schuppen“, die müssen im Schnee greifen, damit man sich nach vorne stoßen kann.

©Halbhuber Axel
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Anfangs ohne Stock, Schwung kommt aus den Armen und den Knien, zeigt Weingartner vor. Sportliche Kids haben das schnell heraus – und bringen meist das Balancegefühl mit.

©Halbhuber Axel
Ein Kind fährt auf Langlaufskiern durch eine verschneite Landschaft mit Bergen und Bäumen im Hintergrund.

Die vorgegebene Spur (nur bei „klassischem“ Stil) ist zugleich hilfreich und beengend.

©Halbhuber Axel
Eine Person in blauer Jacke und Skiern gleitet über eine verschneite Fläche vor einer Bergkulisse.

Nach 20 Minuten kommen die Stöcke dazu: Perfekt ist Harmonie aus Knie-/Stock-Schub.

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Ein Kind mit Startnummer 3 vom Nordic Center steht lächelnd mit Skiern in einer verschneiten Landschaft.

Glücksgefühl schon nach drei Loipen-Kilometern und der Erfolg, etwas Neues zu können.

©Halbhuber Axel
Ein Biathlet zielt mit einem Gewehr vor einer verschneiten Berglandschaft in den Himmel.

Bei Ex-Biathlet Weingartner kann man auch Biathlon ausprobieren, mit Luftdruck-Gewehr.

©Halbhuber Axel

Aber schon nach Minuten zeigt sich: Es gibt einiges zu gewinnen. „Das machen wir wieder, das macht Spaß.“ Sätze, bei denen Eltern mit dem Schnee um die Wette glitzern.

Axel Halbhuber

Über Axel Halbhuber

Ich habe mir unter den Zweigen des Schreibens den Journalismus ausgesucht, um nicht über mich schreiben zu müssen. Und jetzt schreibe ich hier Zeilen zu meiner Vita. Es gibt im Leben Wichtigeres, das es zu beschreiben gilt. Eben das macht diesen Job spannend: gestern ein Interview mit den Klitschko-Brüdern, heute eine Reportage in einem Dorf für Demenzpatienten, morgen das Porträt über die wahre Biene Maja. Leben ist Vielfalt, auch das Berufsleben. Daher habe ich im Journalismus vieles gemacht: Wirtschaftszeitung bis Männermagazin, Online-Ressortleitung bis Gratismedium-Chefredaktion, Sportressort bis Societymagazin, Österreichwanderung bis Weltreise. Und bei aller Vielfalt ist das Reisen doch zu einem Steckenpferd geworden, auch durch meine Bücher „Ich geh dann mal heim“, „Einfach eine Weltreise“ und "Reisen ist ein Kinderspiel". Aber am wichtigsten war die Biografie über Helmut Kutin: "Wie aus einer zerstörten Kindheit ein gutes Leben wurde." Das muss wirklich jeder lesen!!!!

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