Hannes Friedrich schraubt am speziellen ARGUS-Fahrrad

© Kurier/Juerg Christandl

Leben
03/20/2019

Radrüstzeug: Bewährtes Zubehör für die Radler

Service. Was tatsächlich das Radfahrern erleichtert oder zumindest unterwegs Spaß macht.

Das Schöne an der Radfahrerei ist ja, dass jedes Jahr irgendetwas Neues auf den Markt kommt. Die Frage ist doch: Braucht die Menschheit ein wuchtiges 7000-Euro-E-Bike mit eigenem Anti-Blockier-System? Der Radverkäufer bei der Cooperative Fahrrad in Wien-Gumpendorf sagt nix dazu. Und sagt damit alles.

Riemen statt Kette

Lieber verweist Gerhard Wisshaupt auf ein modernes Stahlross der VSF Fahrradmanufaktur. Das fährt sich bei einer Probefahrt durch die City einfach nur angenehm. An der Stelle der Kette dreht sich ein wartungsarmer Riemen, der kein Öl benötigt und somit Hände und Hosenbeine nicht schmutzig werden lässt.

Der Riemenantrieb ist nicht neu. Neu ist vielleicht nur, dass ihn die Produktentwickler endgültig von seinen Kinderkrankheiten befreit haben. Der stolze Aufpreis von mehr oder weniger 300 € zeugt von einem zähen Ringen, das entsprechend entlohnt werden will.

Auch sonst hat man bei der „Coop“, die in den wilden 1980er-Jahren gegründet wurde, damals, als Radler in Wien noch als Freiwild angesehen wurden, viel Erprobtes. Und einige schöne Weiterentwicklungen wie zum Beispiel die schicken Radtaschen der Firmen Ortlieb oder Brooks. Mit denen kann man auch locker beim „Segafredo“ einreiten, ohne den Anschein eines Asphaltcowboys zu erwecken. Auch die Lichtanlagen, Handyhalterungen, Helme, Faltschlösser und Luftpumpen werden von den Kunden ohne Beanstandung benützt. Freut sich Verkäufer Wisshaupt. Der GPS-Sensor, der gestohlene Fahrräder finden soll, bedarf hingegen noch längerer Verkaufsgespräche.

Ein paar Häuser weiter, im ebenso betagten ARGUS-Fahrradshop, erfreuen nicht nur die bunten Reifen das Auge. Jeder, der schon einmal bei Landregen mit dem Rad unterwegs war, wird den multifunktionellen Raincombi (269 €, www.raincombi.at) sofort mögen. Er kann als Overall oder Parka getragen werden, ist wasserdicht, atmungsaktiv, made in EU, lässt sich gut verstauen, leicht überziehen und ist ebenso gut für andere Outdoor-Aktivitäten gut geeignet.

Auch nicht fad

Das ARGUS-Rad, das laut Hannes Friedrich nicht mehr als ein Fahrrad von der Stange kostet (ab 599 €), aber nach Kundenwunsch (Farbe, Bremsen, Licht, Gabel, Bereifung, Schaltung) im Fahrradshop individuell zusammengebaut wird.

Fesch und mit Hirn radeln: Melon Helme (69 €) gibt es in den Größen XXS bis XXL. http://www.melon-helmets.com/en/

„Bis 6 Bar“: Die edle Lezyne Micro Floor (ab 40 €) lässt sich leicht mitnehmen und hat den Vorteil, dass man mit ihr auch unterwegs problemlos Reifen aufpumpen kann. Gesehen bei der
Cooperative Fahrrad. https://www.fahrrad.co.at/

Riemen statt Kette: Nicht neu, dafür inzwischen erprobt. Ihr größter Vorteil – braucht weniger Wartung und macht auch Hände und Hosenbeine nicht schmutzig. Aufpreis um die 300 €

Klein, aber fein: Die Handyhalterung Finn (15 Euro) wurde von den Grazer Bike Citizens entwickelt. Das Silikon hat kaum Gewicht, reißt auch nicht. https://www.bikecitizens.net/

Signal für Langfinger: Dieses ABUS uGrip Bordo (60 €) zeigt potenziellen Übeltätern an –  Fladert euch ein anderes Radl, bei mir müsst ihr euch doch ein bisserl bemühen. https://www.abus.com/at/

Urban fesch: Die Taschen von Ortlieb aus Lkw-Plane sind nett für Ausflüge. In der Stadt erfreut mehr die fesche wasserdichte Twin City Urban  (130 €). https://www.ortlieb.com/us/

Langfinger, wir finden euch! Diebstahlschutz dank GPS und App am Mobiltelefon. Lässt sich im Sattelrohr verstecken. Gesehen im Shop der Cooperative Fahrrad. https://www.fahrrad.co.at/

 

Airbag: Von Hövding (300 Euro): Trägt sich wie eine Halskrause. Ein integrierter Sensor löst bei Sturz vom Rad umgehend den Kopfschutz aus. https://hovding.de/

Farbenfroh: 28-Zoll-Reifen Kenda (16,90 €) oder Dutch Perfect (28,90 €). Zweitere mit Pannenschutz, gesehen im ARGUS-Fahrradshop. https://argus.odoo.com/