Bettzeug-Daunen von lebend gerupften Gänsen möglich
Laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten können österreichische Bettwaren-Hersteller und -Händler nicht gänzlich ausschließen, dass sie Daunen von zwangsgestopften oder lebend gerupften Enten und Gänsen in ihrem Sortiment haben. Der Grund dafür seien lückenhafte Kontrollsysteme. Die Organisation startete eine Kampagne für mehr Verantwortung, wie diese am Mittwoch bekannt gaben.
"Die Bettwarenhersteller müssten strengere Kontrollen von den Lieferanten ihrer Eigen- und Fremdmarken fordern, aber das tun sie nicht. Sie verlassen sich statt dessen häufig auf schwache Standards und Lieferantenerklärungen. Schaut man aber dann genau dahinter, sind diese ungenügend oder es gibt auf den Enten- und Gänsebetrieben keine zureichenden Kontrollen", klagte Martina Pluda, Kampagnenleiterin von Vier Pfoten.
Kampagne gegen "Tierleid in Bettwaren"
Am Mittwoch startete die Kampagne "40 Lives" gegen "Tierleid in Bettwaren". Der Name kommt daher, da laut Vier Pfoten in einer Daunen-Bettdecke die Federn von 40 Gänsen stecken. Im Rahmen der Kampagne fordert die Organisation Bettwaren-Hersteller und Händler auf, durch strengere Standards, ohne Lücken im Kontrollsystem, Daunen aus Stopfmast und Lebendrupf in ihren Produkten in Zukunft ausschließen zu können.
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