Nokias neue Windows-Phones

Handyhersteller präsentiert die ersten beiden Windows-Phones Lumia 800 und 710 und die Billig-Reihe Asha.

Nokia hat endlich seine ersten Smartphones mit Windows-Betriebssystem präsentiert. Seit der Ankündigung, dass Nokia bei Smartphones auf Microsoft setzt, stand der finnische Hersteller unter Hochdruck, die ersten Geräte mit Windows Phone 7.5 auf den Markt zu bringen. Bei der Nokia World in London stellte Nokia-CEO Stephen Elop (unten links) einige neue Geräte vor, darunter zwei Windows-Phones und mehrere Billig-Smartphones für Entwicklungsmärkte. Das neue Nokia-Flaggschiff... ... heisst Lumia 800. Sein Betriebssystem ist Windows Phone 7.5 "Mango". In Österreich soll es Anfang 2012 für ca. 500 Euro verkauft werden. Im Design ähnelt das Lumia 800 stark dem erst kürzlich vorgestellten Nokia N9 (re.) mit MeeGo-Betriebssystem. Durch Windows-Phone-typische Softtouch-Tasten unten wurde das AMOLED-Display allerdings verkleinert, von 3,9 auf 3,7 Zoll. Die Display-Auflösung beträgt 800 mal 480 Pixel. Geschützt wird die Anzeige durch ein gewölbtes Glas, das im ersten "Hands-On"-Test der futurezone ein schwieriges Verhältnis mit den rechteckigen Kacheln der Windows-Phone-Oberfläche eingeht. Angetrieben wird das Lumia 800 von einem 1,4 GHz Prozessor mit 512 MB RAM. 16 GB Speicher befinden sich an Bord. Inkludiert... ... ist auch der Nokia Drive Dienst, ein Navigations-Programm mit offline verfügbaren Karten. Merkwürdig erscheint, dass Nokia beim Lumia 800 auf eine Frontkamera verzichtet - vielleicht aus Eile vergessen? Neben dem Lumia 800 wurde das Lumia 710 vorgestellt. Hardwareseitig ist dieses ident, bis auf die Display-Technik. Hier wird LCD statt AMOLED eingesetzt. Die Größte beträgt ebenfalls 3,7 Zoll. Statt Softtouch- hat das Lumia 710 Plastik-Tasten. Die geringere Qualität des Gehäuses schlägt sich im Preis nieder. 329 Euro soll das Gerät ab Anfang 2012 kosten. Die Rückseiten sind übrigens austauschbar und künftig in mehreren Farben erhältlich. Neben den beiden Windows-Phones stellt Nokia in London auch seine Asha-Serie vor. "Asha" ist ein Hindi-Wort und bedeutet "Hoffnung". Nokia hofft damit auf "die nächste Milliarde" Internet-Nutzer. Alle Asha-Modelle sind mit Internet-Zugang ausgestattet. Hier sieht man verschiedenfärbige Ausgaben des Asha 200. Das Nokia Asha 200 erscheint in Blackberry-ähnlichem Design. Dual-SIM sorgt dafür, dass man in zwei unterschiedlichen Netzen telefonieren kann. Per microSD-Karte kann man den internen Speicher auf bis zu 32 GB aufrüsten. Das Gerät soll noch 2011 für ca. 60 Euro auf den Markt kommen. Das Asha 303 besitzt ein 2,6 Zoll Touchscreen, 1 GHz Prozessor und läuft, wie alle Nokia-Geräte aus der Asha-Reihe auf Symbian. Der darin integrierte Nokia-Browser soll die Surf-Geschwindigkeit beschleunigen, indem Inhalte um bis zu 90 Prozent komprimiert werden. Preis: 115 Euro. Das Nokia Asha 300 ist ein wenig kleiner als das 303 und besitzt keine QWERTY-Tastatur. Auch das Display ist etwas kleiner, der integrierte Prozessor mit 1 GHz jedoch genauso schnell. Wie beim 303 ist Angry Birds vorinstalliert. Auf der Rückseite des Asha 300 befindet sich eine 5 Megapixel Kamera, auch ein FM-Radio ist integriert. Der Preis wird um die 85 Euro betragen. Für die Zukunft hat Nokia einiges vor. Auf der Nokia World wurde der Prototyp "Nokia Kinectic" vorgestellt. Dessen OLED-Display lässt sich biegen und verdrehen, wodurch Nokia neue Steuerungs-Möglichkeiten generieren will. Wann das Teil in Serienproduktion gehen könnte, verriet der Hersteller jedoch nicht.

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(futurezone / dav) Erstellt am
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