NASA ist dem Klimawandel auf der Spur

US-Raumfahrtbehörde zeigt mit Satelliten, Flugzeugen und Schiffen den CO2-Ausstoß.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA weitet ihre Forschungen zum Klimawandel aus. Wenige Wochen vor dem Weltklimagipfel in Paris berichteten NASA-Mitarbeiter und Klimaforscher anderer Institute von neuen Ansätzen, den wachsenden Ausstoß gefährlicher Klimagase in die Atmosphäre weltweit zu messen und besser vorherzusagen. So sind seit kurzem erstmals Ein-Jahres-Daten des neuen NASA-Klimasatelliten OCO-2 verfügbar, der weltweit den Kohlendioxidausstoß sichtbar macht.

Beobachtung

„Da Kohlendioxid der größte vom Menschen gemachte Antreiber des Klimawandels ist, ist die regelmäßige Beobachtung vom Weltraum aus ein großer Schritt dahin, den Klimawandel zu verstehen und vorherzusagen“, sagt Annmarie Eldering vom NASA Jet Propulsion Labor in Pasadena. OCO-2-Daten erlauben es nun, im Jahresverlauf den Ausstoß und auch die teilweise Absorption des Treibhausgases in der Atmosphäre abzubilden. „Die Gründe dafür müssen wir aber noch besser verstehen“, betont Michael Freilich, Direktor der NASA-Abteilung für Geowissenschaften.

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 400 ppm (Teilchen pro Million), ein Schwellenwert, sei im Frühjahr erstmals überschritten worden. Im Durchschnitt verbleibt ungefähr die Hälfte des vom Menschen ausgestoßenen C02 in der Atmosphäre. Die andere Hälfte wird zu Land, etwa durch große Wälder, oder im Meer absorbiert.

Absorptionsfähigkeit

NASA-Forscher arbeiten gemeinsam mit Universitätsinstituten deshalb auch daran, zu Wasser, Luft und Land zu untersuchen, wie sich diese Absorptionsfähigkeit – etwa beim Phytoplankton im Atlantik – entwickelt. Konkrete Auswirkungen auf die Klimaverhandlungen in Paris hätten die neuen Daten jedoch wohl noch nicht.

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