Leben 25.05.2018

Mann schreibt Parkwächter, dass Frau in den Wehen liegt - und wird gestraft

Symbolbild © Bild: Getty Images/Lya_Cattel/istockphoto

Ein Berliner legte einen Brief für das Ordnungsamt in sein Auto, dass er nicht genug Geld für die Parkuhr hat.

Als die Wehen bei seiner Frau immer stärker wurden, fuhr der Berliner Malcom Bunge seine Frau ins Geburtshaus. Dort angekommen fand er direkt vor der Tür den perfekten Parkplatz, doch er hatte nicht ausreichend Geld für die Parkuhr bei sich. Darum hinterlegte er dem Parkwächter einen Brief in seinem Auto, in dem er diesen informierte, dass seine Frau in den Wehen liegt und es länger dauern könnte.

Strafzettel als Geburtstagsgeschenk

In dem Brief, den Bunge später auch auf Facebook veröffentlichte, heißt es: "Falls der Parkschein nicht ausreicht, dann liegt das daran, dass die Geburt unseres Kindes länger dauert. Überlegen Sie sich also, ob Sie einen Strafzettel als Geburtstagsgeschenk da lassen wollen."

Gegenüber dem stern sagte der 39-Jährige, dass ihm völlig klar war, dass er das Geburtshaus nicht verlassen konnte. "Komme, was wolle."

Brief als Erinnerung

Den Parkwächter schien der Brief wenig beeindruckt zu haben, denn er hinterließ Bunge eine Minute nach Ablauf des Parkscheins ein Bußgeld über 30 Euro. Dennoch geht er nicht davon aus, dass er das Geld wirklich bezahlen muss. Falls doch, will er Einspruch erheben und ein Foto seiner Tochter und eine Kopie der Geburtsurkunde mitschicken. Ursprünglich wollte Bunge den Brief als eine Erinnerung für seine Tochter behalten. Beim Windelwechseln kam ihm aber die Idee, diesen auf Facebook mit der Welt zu teilen. Spätestens zum 18. Geburtstag will er seiner Tochter den Brief schenken.

( kurier.at , elmo ) Erstellt am 25.05.2018